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Schule: Bei Nebel unbedingt den Fuß vom Gaspedal

Der Sonnenschein, wie wir ihn in den letzten Tagen immer wieder genießen konnten, täuscht. Der Herbst hat längst angefangen und mit ihm auch die Periode der dichten Nebel.

Der Sonnenschein, wie wir ihn in den letzten Tagen immer wieder genießen konnten, täuscht. Der Herbst hat längst angefangen und mit ihm auch die Periode der dichten Nebel. Welche bitteren Konsequenzen schlechte Sicht bei Nebel haben kann, hat erst in diesen Tagen eine schwere Massenkarambolage auf den Autobahnen unseres Nachbarlandes Österreich mit einer beängstigend großen Zahl von Toten gezeigt. Das Gefährliche an Nebel ist, dass Nebelbänke ganz plötzlich und ohne irgendeine Vorwarnung einfach da sind – selbst nach sonnigen Tagen mit klarem Himmel. Deshalb muss man jetzt darauf vorbereitet sein, dass man von einer Sekunde auf die nächste plötzlich nichts mehr sieht. Das gilt vor allem auch für Fahrten übers Land rund um Berlin mit seinen zahlreichen Gewässern.

Die erste Grundregel bei Nebel lautet: bei schlechter Sicht sofort den Fuß vom Gas. Bereits bei Sichtweiten von nur noch 150 Meter sollte die Tachonadel die Tempo-100-Marke nicht mehr überschreiten und bei nur noch 100 Meter Sichtweite höchstens Tempo 80 anzeigen. Außerdem sollte man beim Auftauchen der ersten Nebelschwaden das Licht einschalten – weniger um selber besser zu sehen, sondern vor allem, um von den anderen Verkehrsteilnehmern besser erkannt zu werden.

Besonders kritisch wird es, wenn man im Nebel nur noch 50 Meter weit sieht – das entspricht der Entfernung zwischen zwei Leitpfosten an den Autobahnen und den Bundesstraßen. Dann nämlich ist nur noch Tempo 50 erlaubt. Und dann – aber auch nur dann – und damit weder bei Regen noch bei Schneefall - darf man die Nebelschlussleuchte einschalten. Wer mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte schneller als Tempo 50 fährt – und das tun auf deutschen Autobahnen leider die meisten Autofahrer–, missachtet entweder das Tempolimit für geringe Sichtweiten oder benutzt die Nebelschlussleuchte vorschriftswidrig. In beiden Fällen drohen übrigens Verwarnungsgelder oder eventuell auch Punkte in Flensburg.

Aber selbst Tempo 50 kann noch viel zu schnell sein, wenn die Nebelwände dichter werden. Dann muss man eben noch langsamer fahren. Ebenso wichtig wie niedriges Tempo sind bei schlechter Sicht durch Nebel große Sicherheitsabstände. Auffahrunfälle riskiert, wer sich zu dicht an vorausfahrende Fahrzeuge hängt. Deshalb muss man ausreichend Abstand halten, um bei plötzlichen Bremsmanövern oder plötzlich auftauchenden stehenden Fahrzeugen noch rechtzeitig reagieren zu können.

Bei Nebelfahrten braucht man das Abblendlicht – das Fernlicht wird nämlich an den feinen Nebeltröpfchen gestreut und blendet einen deshalb selbst. Und da Nebelfahrten anstrengen, sollte man öfter einmal eine Erholungspause einlegen – aber grundsätzlich nur auf Parkplätzen und nur mit eingeschaltetem Licht, damit andere Parkplatzbenutzer das Fahrzeug besser erkennen können. Bei solchen Pausen kann man dann auch die Beleuchtungsanlage kontrollieren sowie die Scheiben, die Scheinwerfer und die Rückleuchten reinigen

Wer bei Nebel unterwegs ist, sollte sich, auch wenn er sich erheblich verspätet, nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Denn Sicherheit hat in solchen Extremsituationen absoluten Vorrang vor Schnelligkeit. ivd

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