Schule : Beste Bedingungen im Schüler-Labor

Raus an die Basis zog es den Schulausschuss des Abgeordnetenhauses am vergangenen Donnerstag: Die Schülerlabore standen auf der Tagesordnung. Parlamentarier und alle hochrangigen Vertreter der Bildungsverwaltung sollten sich einmal selbst davon überzeugen, was alles möglich ist, wenn Schulen und Hochschulen zusammenarbeiten. Und so fuhren die Vertreter aller Fraktionen in das Institut für Biologie, Chemie und Pharmazie der Freien Universität in Dahlem, um Grundschülern über die kleinen Schultern zu gucken, die dort in weißen Kitteln die Reagenzgläser schwenkten. Neben der FU beteiligen sich die Technische Universität, die Humboldt-Universität, die BTU Cottbus und die Hochschule Wildau an den Laboren.

Das große Ziel: Schüler – und vor allem auch Mädchen – sollen für die Naturwissenschaften gewonnen werden und im besten Fall Informatik, Chemie oder Physik studieren, weil hier in den Schulen und der Wirtschaft die meisten Kräfte fehlen.

Um den Jungen und Mädchen bei ihren Laborbesuchen positive Schlüsselerlebnisse zu verschaffen, scheuen die Wissenschaftler keine Mühe. Alle denkbaren Themen werden da jährlich etwa 40 000 Schülern nahegebracht. Mal geht es um Radioaktivität im Alltag, mal um Farbstoffe oder Gentechnik. Bei einem Riechmemory können die Kinder und Jugendlichen ihre Nase testen, in einem anderen Labor werden Bakterien zum Leuchten gebracht oder die DNA aus der Mundschleimhaut analysiert.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) war beeindruckt und stellte in Aussicht, dass die Stellen von Lehrern, die sich um die Schülerlabore kümmern, aufgestockt werden könnten. sve/svo

Mehr Informationen unter www.genau-bb.de

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