Bildung : Zöllner: Es gibt kein Abitur zweiter Klasse

Bildungssenator Zöllner hat am Donnerstag im Parlament Senator das unterschiedliche Tempo beim Abitur an Berliner Schulen gerechtfertigt.

Auch in Zukunft wird es in Berlin ein Abitur „in zwei Geschwindigkeiten“ geben, sagte Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) am Donnerstag im Parlament. Das Abitur wird an den neuen Sekundarschulen in der Regel nach 13, in den Gymnasien nach zwölf Jahren abgelegt. Dass an beiden Schulformen eine unterschiedliche Anzahl von Pflichtkursen belegt werden müsse, habe aber nichts mit der Schulstrukturreform zu tun, sondern mit der Schulzeitverkürzung, betonte Zöllner. „Ich schließe ein Zwei-Klassen-Abitur aus“, entgegnete der Bildungssenator entsprechenden Vorwürfen des CDU-Bildungspolitikers Sascha Steuer. „Wenn wir aber ein Abitur nach zwölf beziehungsweise 13 Jahren anbieten, brauchen wir auch organisatorische Unterschiede“, sagte Zöllner.

Für eine Abitur-Anerkennung hatte die Kultusministerkonferenz beschlossen, dass von Klasse fünf bis zum Abitur 265 Wochenstunden erteilt werden müssen. Auch Wahlunterricht muss anerkannt werden. Deshalb sei seit 2004/2005 die Stundentafel in den Klassen 5 und 6 erhöht worden, sagte Zöllner. Hinzu kämen die notwendigen 66 Wochenstunden während der zweijährigen Kursphase. Welche Kurse oder Fächer in die Leistungswertung eingebracht werden müssen, haben die Bundesländer unterschiedlich geregelt. Ob Schüler künftig mehr Kurse einbringen müssen, die leistungsrelevant sind, oder nur, um eine gewisse Stundenzahl nachzuweisen, soll eine Anhörung klären helfen. Zöllner betonte, dass es für das nächste Jahr eine Regelung für die Berliner Schulen geben werde. sib

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