Schule : C-Klasse edler und dynamischer

Top-Modell C 55 AMG erstmals mit einem Achtzylinder

Ingo von Dahlern

Knapp 1,3 Millionen C-Klasse-Modelle der aktuellen Generation hat Mercedes-Benz seit der Markteinführung im Mai 2000 gebaut – so viele in so kurzer Zeit, wie von keiner anderen Modellreihe zuvor. Doch trotz dieses Erfolgs war es jetzt Zeit für eine gründliche Überarbeitung der C-Klasse, deren Ergebnis am 24. April an den Start geht – mit Aufwertungen bei Technik, Ausstattung und Design und einer noch dynamischeren Note bei Fahrwerk, Lenkung und Getrieben. Außerdem gibt es nun auch für Limousine und T-Modell einen Vierzylinder-Kompressormotor, der C 220 CDI legt bei der Leistung etwas zu und als neues Top-Modell geht der C 55 AMG an den Start – und damit der erste Achtzylinder in der C-Klasse. Die Preise für die überarbeitete C-Klasse beginnen bei 27 898 Euro für den C 180 Kompressor.

Mit kratzfestem Nano-Decklack

Dass man es mit der überarbeiteten C-Klasse zu tun hat, zeigt bereits ein kurzer Blick auf die Front. Denn die wird nun geprägt durch Scheinwerfer in Klarglastechnik, einen über fast die ganze Fahrzeugbreite reichenden sportwagenähnlichen Lufteinlass im unteren Teil des neu gestalteten Stoßfängers, eine modifizierte Kühlermaske mit nun drei Lamellen, die zum Teil lackiert sind oder ein Lochmuster zeigen, sowie Breitreifen der Dimension 205/55 auf 16-Zoll-Rädern und der sportlicheren Seitenschwellerverkleidung des Avantgarde-Modells auch bei den Lines Classic und Elegance, die auch den Avantgarde-Heckstoßfänger erhalten. Weniger erkennbar ist die um 12 Millimeter verbreiterte vordere Spur und erst nach längerem Umgang mit der überarbeiteten C-Klasse wird man erkennen, dass die nun serienmäßig mit dem kratzfesten neuen Nano-Decklack lackiert ist, der auch nach Jahren nicht seinen Glanz verliert.

Sofort erkennbar sind einige Änderungen im Interieur, das mit großer Detailliebe aufgewertet wurde. So gibt es an vielen Bedienelementen dezente Chromzierteile, neu gestaltete Schalter und neu geformte Sitze, die nun noch komfortabler sind. Mittelpunkt des komplett neu gestalteten Cockpits sind vier weiß beleuchtete Rundinstrumente im Chronometer-Stil mit einem vertikalen Zentraldisplay zwischen Tachometer und Drehzahlmesser und völlig neu gestaltet wurden auch die Bedienelemente der zur Serienausstattung zählenden Klimaautomatik. Schon beim Basismodell Classic gibt es neue Edelholz-Applikationen, die die Mittelkonsole und die Tunnelverkleidung besonders hochwertig erscheinen lassen. Bei der Line Avantgarde hat man die Wahl zwischen dem Edelholz Vogelaugenahorn oder Aluminium und die Sitzbezüge bestehen aus einer Kombination von Stoff und einem neuen Artico genannten Material. Beim Sportcoupé gibt es Sportsitze, Aluminium-Applikationen und ein neues Dreispeichen-Lenkrad mit silberfarbenen Bedientasten.

Zur Wunschausstattung gehören künftig auch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit in die Nebelscheinwerfer integriertem Abbiegelicht, Lenkrad-Schalttasten für das Automatikgetriebe und neue Audio-/Navigationssysteme. Neben der Radio-CD-Kombination Audio 20 CD gibt es mit Audio 50 APS und Comand APS zwei neue Geräte mit integriertem Navigationssystem, die auf Basis aktueller Verkehrsinformationen eine europaweite Routenführung mit dynamischer Zielführung ermöglichen. Das Topmodell Comand APS ist mit DVD-Navigation, CD-Spieler und 6,5-Zoll-Farbbildschirm ausgestattet und erlaubt auch das Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten und E-Mails. Und neu in der C-Klasse ist auch die Sprachbedienung Linguatronic für das Autotelefon und die Audioanlage. Ebenfalls lieferbar ist die Spracheingabe für Navigationsziele.

Ohne Komfortverlust agiler

An vielen Details überarbeitet zeigt sich das Fahrwerk, das die C-Klasse ohne Einbußen beim Komfort noch agiler macht, Dazu trägt auch die direktere Lenkübersetzung bei. Leicht bedienbar und sehr präzise ist das zur Serienausstattung gehörende Sechsgang-Schaltgetriebe. Und beim C 320 und den Modellen mit Sportpaket/Sportpaket AMG sowie dem Sportcoupé Evolution/Evolution AMG wird ein besonders sportlich abgestimmtes Getriebe mit sehr kurzen Schaltwegen eingesetzt.

Neu mit Motorenangebot für Limousine und T-Modell ist der bislang dem Sportcoupé vorbehaltene Kompressormotor mit 141 kW (192 PS), der ein höchstes Drehmoment von 260 Nm liefert und den C 230 Kompressor binnen 8,1 Sekunden Tempo 100 und maximal 240 km/h (T-Modell 8,7 Sekunden und 235 km/h) erreichen lässt. Der mit Ausgleichswellen, verstellbaren Nockenwellen und Ladeluftkühler ausgestattete Vierzylinder mit Vierventiltechnik verbraucht im Durchschnitt 8,9 (T-Modell 9,3) l/100 km. Statt bislang 105 kW (143 PS) leistet der ebenfalls mit Ausgleichswellen ausgestattete direkt einspritzende Vierzylinder-Turbodiesel im C 220 CDI nun 110 kW (150 PS). Er verbraucht 6,1 (T-Modell 6,6) l/100 km und wird ebenso wie der C 200 CDI mit einem additivfreien Dieselruß-Partikelfilter angeboten, mit dem er die Abgasnorm EU4 erfüllt.

Ein reinrassiger Sportwagen

Neues Spitzenmodell wird der den bisherigen C 32 AMG ablösende C 55 AMG als Limousine und T-Modell sein – der erste V8 in dieser Klasse, der das Spitzenmodell mit seinen 270 kW (367 PS) und einem höchsten Drehmoment von 510 Nm zu einem reinrassigen Sportwagen macht, der binnen 5,2 Sekunden Tempo 100 erreicht. Dem mit einem AMG-Sportfahrwerk, Fünfgang-Automatik mit Lenkrad-Schalttasten und dem AMG-Speedshift ausgestatteten Top-Modell sieht man an einem um 80 Millimeter verlängerten Vorderwagen und seinem eigenständigen Front-Design mit elliptischen Doppelscheinwerfern an, dass er eine Sonderrolle spielt. Das unterstreichen auch die Seitenschweller, der Kofferraumdeckel und die Heckstoßfänger sowie die 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen 225/40 R 18 (vorn) und 245/35 R 18 (hinten), AMG-Sportsitze mit Alcantara-Bezug und ein sehr sportlich gestaltetes Kombi-Instrument mit silberfarbenen Zifferblättern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben