Schule : Caddy Life – VW im Kangoo-Stil

Auch Volkswagen bietet nun ein besonders attraktives Familienauto

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Der Peugeot Partner eröffnete den Reigen, dann folgte sein Schwestermodell Citroën Berlingo. Dann kam Renault mit dem Kangoo, der sich schnell zum Marktführer entwickelte. Den Franzosen folgte Fiat mit dem Doblò. So bieten Italiener und Franzosen bereits seit vielen Jahren viel Auto mit viel Platz und variablem Innenraum für wenig Geld und zu niedrigen Betriebskosten an – nicht nur für den kommerziellen Einsatz, sondern vor allen Dingen auch als preiswertes Familienauto mit MinivanQualitäten. Deutsche Hersteller allerdings schienen dieses Marktsegment nicht allzu ernst zu nehmen. Denn erst im Herbst 2001 brachte Opel mit dem Combo Tour das erste vergleichbare deutsche Modell im so genannten Monocab-Design, bei dem Fahrerhaus und Ladeabteil eine Einheit bilden. Nissan übernahm inzwischen als Kubistar den Kangoo und auch Ford schaltete sich ein – mit dem Ford Fusion und dem Transit Connect. Selbst Mercedes-Benz wagte mit dem Vaneo den Weg in eine verwandte Richtung – allerdings auf einem erheblich höheren Preisniveau.

Nun endlich scheint man auch bei VW erkannt zu haben, wie interessant dieses Marktsegment ist. Denn in Genf stellte man den Caddy Life vor. Spät zwar, wie auch schon beim kompakten Minivan Touran, aber nicht ohne Chancen, dennoch einen respektablen Platz im Wettbewerb zu erobern.

Knapp 4,41 Meter lang ist der Caddy Life, der ausreichend Platz bietet sowohl für die Ausfahrt mit der großen Familie, wobei es auch genügend Platz den Kinderwagen gibt, als auch um die Kinder mit Freunden zur Schule zu bringen, den gesamten Wochenendeinkauf bequem zu verstauen oder auch um mit Mountain-Bike oder Surfbrett ins Wochenende zu fahren. Auch der Transport eines Kühlschranks oder der heute üblichen Zusammenbau-Möbel dürfte kaum Probleme bereiten. Und wer mit ganz vielen Leuten ohne Gepäck unterwegs sein möchte, kann mit Hilfe einer kleinen Sitzbank aus dem Caddy Life sogar so etwas wie einen Mini-Kleinbus machen.

Dieses Auto bietet nicht nur viel Platz – genau sind es bis zu 2239 Liter Stauraum – sondern dank einer Zuladung von 608 Kilogramm auch die Möglichkeit, diesen Platz ordentlich zu nutzen. Braucht man viel Laderaum, dann kann man die optionale zweite Sitzbank hinten komplett ausbauen und die drei Personen Platz bietende Rücksitzbank zurückklappen oder auch richtig zusammenfalten. Und reicht all das nicht, dann bleibt immer noch die Möglichkeit, einen Anhänger an den Haken zu nehmen, den man je nach Motorisierung mit bis zu 1500 Kilogramm belasten darf.

Viel Platz auf der Dachgalerie

Dort, wo die Passagiere sitzen und vor allem bei Fahrer und Beifahrer herrscht Personenwagenkomfort. Der Fahrer kann seinen Sitz in der Höhe und das Lenkrad in zwei Ebenen verstellen und hat so keine Probleme, eine sowohl bequeme als auch sichere Position hinterm Steuer zu finden, die etwas höher ist als in einem Personenwagen und deshalb eine besonders gute Sicht aufs Verkehrsgeschehen erlaubt. Zahlreiche Ablagen erlauben es, kleine und größere Dinge zu verstauen, wobei eine große Dachgalerie oberhalb der Windschutzscheibe und eine Schublade im Sockel das Fahrersitzes auch etwas größere Gegenstände aufnehmen können.

Weitere Ablagen sowie die heute unerlässlichen Cupholder gibt es in der Mittelkonsole und an den Innenseiten der Türen, wobei die vorderen Türen sogar ausreichend Platz bieten, Einliterflaschen kippsicher unterzubringen. Zu den über die normale Serienausstattung hinausgehenden Ausstattungsdetails zählen unter anderem eine Climatronic, beheizbare Sitze vorn und ein Navigationssystem mit einem großem Farbdisplay.

Unter der ansprechenden Karosserie des Caddy Life steckt die Technologie des neuen Golf V. Vier Motoren aus dessen Programm stehen für den Caddy Life zur Wahl – ein 1,4-Liter-Benziner mit 55 kW (75 PS), ein 1,6-Liter-Benziner mit 75 kW (102 PS) und ein 2,0-Liter-Saugdiesel (SDI) mit 51 kW (70 PS) sowie ein 1,9-Liter-Turbodiesel (TDI) mit 77 kW (105 PS). Beide Diesel arbeiten mit der von Volkswagen statt Common Rail favorisierten Pumpe-Düse-Hochdruckeinspritzung, bei der jeder Zylinder seine eigene kleine Einspritzpumpe hat.

Und wie bei den Personenwagen, so stehen auch hier die modernsten elektronischen Assistenzsysteme bereit – vom Antiblockiersystem (ABS) über die Antriebsschlupfregelung (ASR) bis zur Motor-Schleppmomentregelung (MSR), die gezielt in die Motorsteuerung und die Bremsregelung eingreifen. Und wer besonders sicher unterwegs sein möchte, kann auch die Fahrdynamikregelung ESP mit Bremsassistent ordern. Und selbstverständlich gehören neben den Airbags für Fahrer und Beifahrer auch Seitenairbags zur Serienausstattung. ivd

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