Schule : Chrysler gibt kräftig Gas

Ein Prozent Marktanteil in Deutschland im Visier

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Sein Design ist amerikanisch – die Technik darunter weitgehend deutsch. Die Rede ist vom Chrysler Crossfire, dem kommenden Star der amerikanischen DaimlerChryslerMarke Chrysler nicht nur auf dem amerikanischen, sondern auch auf dem europäischen und vor allem auch deutschen Markt, wo er im September 2003 antreten wird. Ein zweisitziges Sportcoupé, von dem im nächsten Jahr bis zu 20 000 Stück gebaut werden sollen – bei Karmann in Osnabrück übrigens. Angetrieben wird der vorn auf 18- und hinten auf 19-Zoll-Rädern stehende 4,06 Meter lange elegante Sportler mit einem Radstand von 2,40 Meter von einem 3,2-Liter-V6-Motor mit einem Zylinderwinkel von 90 Grad, obenliegender Nockenwelle und 18 Ventilen – einem der für Mercedes-Benz so typischen Dreiventiler also. Und der leitet seine Kräfte wahlweise über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Fünfgang-Automatik an die Hinterräder des Crossfire weiter, der für einen der wichtigsten Trends der Chrysler Modellentwicklung steht: Fahrzeuge, die amerikanisch bleiben und zugleich immer europäischer werden. Das klingt im ersten Moment zwar ein wenig widersprüchlich, beschreibt aber recht treffend das Zusammenwachsen zweier Automobilkulturen zu einer neuen Synthese unter dem Motto „Route 66 meets Autobahn".

Und schon von der nächsten Woche an wird der Crossfire dabei eine herausragende Rolle in einer neuen Imagekampagne der Marke Chrysler spielen, die dabei auf die weit in die Vergangenheit reichende innovative Tradition von Chrysler in Technik und Design zurückgreift und dabei heraus arbeitet, wie viel mehr Substanz als in Deutschland allgemein bekannt die achtzigjährige Geschichte diese Marke bietet. Einer Marke, der es als erstem amerikanischen Unternehmen der Autoindustrie gegen Ende des letzten Jahrhunderts gelang, sich seit der Premiere in Europa vor vierzehn Jahren auf diesem Markt fest zu etablieren und zugleich kontinuierlich zu wachsen – selbst gegen allgemeine Markttrends. So konnte Chrysler - ohne die Marke Jeep - im vergangenen Jahr in Deutschland allein 17 251 Neuzulassungen erreichen - das waren 11,3 Prozent mehr als noch 2000, während der Gesamtmarkt um 1,1 Prozent abnahm. Und bis 2006 möchte man sogar rund ein Prozent Marktanteil erreichen - um die 30 000 bis 35 000 Fahrzeuge jährlich also.

Dazu beitragen soll neben dem Crossfire eine ganze Palette von neuen Modellen und Modellvarianten sowie neuen Ausstattungen, wie zum Beispiel das vom nächsten Frühjahr an angebotene integrierte Navigationssystem mit großem Display für die Chrysler-Modelle. Und von 2004 an wird es mit dem PT Cruiser Cabrio sowie dem rund 200 PS leistenden PT Cruiser Turbo, dem Chrysler Voyager Diesel mit Automatikgetriebe und der ganz neuen Luxuslimousine Chrysler 300N und deren Kombi-Version Allsport ein regelrechtes Modellfeuerwerk geben. Und unter der Haube der Luxuslimousine wird es wieder amerikanisch selbstbewusst große V8-Motren aber ebensogut auch einen hochmodernen großen Diesel von Mercedes-Benz geben. Und eine dritte amerikanische DaimlerChrysler-Marke wird schon Ende 2003 bei uns Einzug halten - die Marke Dodge mit der neuen Generation des Viper und vielleicht auch dem großen Offroader Durango sowie einem kräftigen Pickup.

Für den Vertrieb seiner derzeit zwei und künftig drei amerikanischen Marken Chrysler, Jeep und Dodge baut DaimlerChrysler derzeit ein neues Händlernetz auf, das von 2003 an mit 148 Vertragspartnern und acht Niederlassungen an insgesamt 230 Standorten präsent sein wird. ivd

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