Das Bonusprogramm : Bis zu 100 000 Euro extra

WER ES BEKOMMT

Ab Februar 2014 erhalten 216 von 645 öffentlichen Schulen zusätzliches Geld. Von dem Programm, das unter dem Namen Brennpunktschulprogramm bekannt wurde und künftig „Bonus-Programm“ heißen soll, profitieren Schulen, die einen hohen Anteil von Kindern haben, die von Zuzahlungen zu Lernmitteln befreit sind (sogenannte LMB-Quote), weil ihre Eltern arm sind. In Berlin trifft das auf rund ein Drittel aller Schüler zu.

WIE VIEL GELD ES GIBT

Wenn eine Schule mehr 75 Prozent an lernmittelbefreiten Schülern hat, kann sie bis zu 100 000 Euro bekommen. Der Betrag setzt sich zusammen aus einem Basisbetrag von 75 000 Euro, einer Kooperationszulage von 10 000 Euro und einem Leistungsbonus von 15 000 Euro. Schulen mit einer LMB-Quote zwischen 50 und 75 Prozent bekommen 50 000 Euro, wenn sie in sozial schwierigeren Gebieten liegen, erhalten sie 62 5000 Euro.

WAS DAMIT GEMACHT WIRD

Die Schulen können weitgehend selbstständig entscheiden, wofür sie das Geld einsetzen. Denkbar sind etwa zusätzliche Sozialarbeiter, Personal für die Schulbibliothek, den Ausbau des Elterncafés. Möglich ist auch, Künstler oder Wissenschaftler für Projekte in der Schule zu finanzieren. Durch den Kooperationszuschlag werden die Schulen aufgefordet, sich im Kiez mit anderen Einrichtungen, Schulen oder Kitas zusammenzuschließen.

DER LEISTUNGSBONUS

In den ersten beiden Jahren des Programms wird der Leistungsbonus von 15 000 Jahren auf jeden Fall gezahlt. Die Schulen schließen in dieser Zeit Zielvereinbarungen mit der regionalen Schulaufsicht ab, je nachdem was sie erreichen wollen, zum Beispiel die Zahl der Schulabbrecher oder der Schulschwänzer zu senken. In den folgenden Jahren soll der Anteil der leistungsabhängigen Mittel steigen – auf bis zu 55 000 Euro. svo

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