Schule : Das ESP ist nun Serienausstattung

Ford hat den Mondeo gründlich überarbeitet und bietet zwei neue Modelllinien an

Man erkennt sie erst auf den zweiten Blick, die neuesten Versionen des Ford Mondeo, die nach einer gründlichen Überarbeitung künftig von den Fertigungsbändern rollen. Denn die neue Optik zeigt sich nur in Details – wie zum Beispiel dem nun lackierten Kühlergrill mit Chromumrandung, trapezförmigen Nebelscheinwerfern statt runden, vergrößerten optimierten Außenspiegelgehäusen, in denen bei den höheren Ausstattungen eine neuartige Umfeldbeleuchtung steckt, Chromleisten an der unteren Fensterlinie, Zusatzblinkleuchten im Klarglaslook oder den brillanteren Rückleuchten.

Dass sich beim Mondeo mehr geändert hat, bemerkt man allerdings, wenn man sich in das Auto setzt. Denn unübersehbar ist hier das neu gestaltete Cockpit, bei dem Zentral- und Schaltkonsole nun fließend ineinander übergehen und in denen die als Serien- oder Wunschausstattung angebotenen Audio- und Navigationssysteme nun zentrale Plätze einnehmen. Verschiedene Chrom- und Aluminium-Applikationen unterstreichen den hohen Qualitätsanspruch des Mondeo, dessen wichtigste Änderungen allerdings unter dem Karosserieblech stattgefunden haben – beim Antriebsstrang, wo es neben neuen Motoren auch neue Getriebe gibt und beim Fahrwerk, wo die Fahrdynamikregelung ESP nun bei allen Versionen Serienausstattung ist.

Erstmals ein Benzin-Direkteinspritzer

Neun Aggregate stehen für den neuesten Mondeo zur Wahl – das ist eines der breitesten Angebote in seiner Klasse. Und das bemerkenswerteste Triebwerk ist der neue 1,8-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung Duratec SCi (Smart Charge injection), mit dem Ford im realen Fahrbetrieb bei verbesserter Laufkultur und erhöhtem Leistungspotenzial – 10,5 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 207 km/h – den Verbrauch zwischen sechs und acht Prozent auf durchschnittlich 7,2 l/100 km senkt. Möglich wird das durch die Ausdehnung des kraftstoffsparenden Magerbetriebs auf rund 50 Prozent des Last- und 60 Prozent des Drehzahlspektrums, wofür das Triebwerk so auf den Alltagsbetrieb abgestimmt wurde, dass die Leistung auch im Magerbetrieb für zügiges Gleiten und moderates Beschleunigen ausreicht.

Der voll aus Aluminium gefertigte neue Benzin-Direkteinspritzer leistet im Unterschied zur 92 kW (125 PS) starken Variante mit Saugrohreinspritzung 96 kW (130 PS). Zu seinen besonderen technischen Merkmalen gehören neben der Einspritzung des Kraftstoffs direkt in die Brennräume, wodurch die hohen Drosselverluste vor allem im Teillastbereich vermieden werden, unter anderem kontinuierlich verstellbare Ladungsbewegungsklappen im Ansaugmodul und asymmetrisch konturierte Kolbenböden. Das erlaubt es, im Magerbetrieb durch gezielten Drall in Nähe der Zündkerze eine zündfähige Gemischmenge zu konzentrieren, während die Randzonen des Brennraums mit nicht zündfähigem Restgas oder reiner Luft gefüllt sind. Das wiederum ermöglicht eine besonders effiziente Verbrennung mit geringen Wärmeverlusten. Das mit Bosch entwickelte Einspritzsystem arbeitet mit Einspritzdrücken von bis zu 120 bar. Abgasseitig erfüllt der neue Direkteinspritzer die Werte der Norm EU4.

Die weiteren Benziner im Mondeo sind die 1,8-Liter mit 81 und 92 kW (110 und 125 PS), der 2,0-Liter mit 107 kW (145 PS) und die beiden V6-Motoren mit 2,5 und 3,0 Liter und 125 und 166 kW (170 und 226 PS). Die drei direkt einspritzenden Turbodiesel sind der 2,0-Liter mit 66 kW (90 PS) und die beiden modernen Common-Rail-Motoren mit 2,0 Liter und 85 und 96 kW (115 und 130 PS) – beide erfüllen die Abgasnorm EU4.

Mehr Mondeo-Versionen als bisher sind mit dem neuen Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Das ermöglicht dem Spitzenmodell Mondeo ST220 mit 166 kW (226 PS) nun den Spurt auf Tempo 100 binnen 7,6 Sekunden und maximal 250 statt 243 km/h sowie einen Verbrauch von 10,4 l/100 km. Beim Common-Rail-Diesel mit 96 kW (130 PS) und dem neuen Benzin-Direkteinspritzer ist das neue Sechsganggetriebe Serienausstattung und beim Common-Rail-Diesel mit 85 kW (115 PS) und dem 2,5-l-V6 mit 125 kW (170 PS) auf Wunsch verfügbar. Wer das Schalten lieber einer Automatik überlässt, kann sich bei beiden Common-Rail-Dieseln und dem 2,5-l-V6 für die neueste Version des Fünfgang-Automatikgetriebes Durashift 5-tronic entscheiden, das nun auch eine manuelle Schaltgasse hat und über den Wählhebel sowie über Drucktasten im Lenkrad betätigt werden kann.

Erweitert hat Ford das aus bislang fünf Ausstattungsversionen bestehende Programm auf nun sieben Versionen – denn neben Ambiente, Trend, Futura, Ghia und ST220 treten nun auch die betont luxuriöse Ausstattung Ghia X und die dynamikbetonte Linie Futura Sport. Bereits der Mondeo Ambiente enthält unter anderem eine Klimaanlage, eine neue Oberfläche beim Instrumententräger und ein Hochglanz-Aludekor auf der Schaltkonsole. Die Trend-Ausstattung bietet darüber hinaus eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber und eine Mittelarmlehne hinten und eine Lendenwirbelstütze auch für den Beifahrer. Statt der 16-Zoll- Stahlräder bekommt man als Wunschausstattung auch verschiedene Aluminiumräder mit 16, 17 und 18 Zoll.

Karosserie tiefer gelegt

Mit 16 Zoll gehören die beim Futura bereits zur Serienausstattung. Das gilt auch für die genähte Mittalarmlehne, den Leder- Handbremshebel und die Einstiegsleisten aus poliertem Edelstahl. Der neue Mondeo Futura Sport hat eine tiefer gelegte Karosserie mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern, Sitze mit Teillederbezügen und elektrisch einstellbarer Höhenverstellung auch auf der Beifahrerseite und als Kombi Turnier auch eine automatische Niveauregulierung an der Hinterachse. Das Top-Modell Mondeo ST220, das exklusiv mit dem Dreiliter-V6 und dem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet ist, hat ebenfalls eine tiefer gelegte Karosserie mit 18-Zoll-Leichtmetallrädern, verbreiterten Radhäusern vorn und speziellem Frontstoßfänger und Maschengitter-Grill sowie Recaro-Sportsitze mit Lederpolsterung.

Bei Ghia gibt es elegante Chromdetails, in die Außenspiegel integrierte Umgebungsleuchten, Nebelscheinwerfer, ein zweifarbiges Cockpit, Holzeinlagen im Innenraum sowie Regen- und Lichtsensor. Und beim neuen Ghia X gibt es achtfach elektrisch verstellbare Vordersitze mit Leder-Alcantara-Bezügen, Echtholz-Einlagen, ein Holz/Leder-Lenkrad, Xenonlicht und 17-Zoll- Leichtmetallräder.

Und zum Sonderausstattungsprogramm gehört eine große Auswahl hochwertiger Soundsysteme, darunter erstmals ein Spitzensystem von Sony mit CD-Player wahlweise mit zusätzlicher MP3-Wiedergabe oder integriertem Sechsfach-Wechsler und vier Spezial-Lautsprechern, sowie zwei Navigationssysteme, deren Spitzenversion mit DVD-basierter Routenführung und Touch-Sreen-Farbmonitor arbeitet, über den auch die Klimatisierungsautomatik bedient werden kann. Für die Fondpassagiere gibt es auf Wunsch das „Highseries Rear Seat Entertainment“ (RSE) mit Monitoren auf der Rückseite der vorderen Kopfstützen zur Wiedergabe von DVS und Computerspielen und Laptop-Anschluss. In seiner einfacheren Variante lässt sich RSE mit dem DVD-Navigationssystem oder dem Sony-Audiosystem mit getrennten Audiofunktionen für Fahrerraum und Fond kombinieren. ivd

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