Schule : Das große Gedränge der Kleinen

Der Yaris hat reichlich Konkurrenz: Was der Markt bei Einstiegspreisen um 10 000 Euro zu bieten hat

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Der Wettbewerb hat sich verschärft – und das macht den Käufern die Entscheidung schwerer, aber auch spannender. Denn neben der üppigen Auswahl ist in den vergangenen Jahren auch die Qualität der Autos im so genannten B-Segment deutlich gestiegen. Sicherheitselemente wie Airbags oder Karosserieversteifungen, elektronische Helfer wie Stabilitätsprogramme oder Bremskraftverteiler sucht man in dieser Klasse längst nicht mehr vergebens – und der Einstiegspreis, der meist zwischen 10 000 und 11 000 Euro liegt, ist durchaus attraktiv.

Überdies sind die Kleinwagen von Generation zu Generation gewachsen, so dass man in ihnen nicht nur für den Stadtverkehr einen praktischen Begleiter hat. Man kann mit ihnen durchaus auf größere Fahrt gehen, ohne dass der Ausflug zur Qual für die Passagiere ausartet.

Doch bei allen Gemeinsamkeiten haben sich die Hersteller auch ihre Eigenheiten bewahrt. Ein gut sortiertes – und seit jeher auch optisch außergewöhnliches – Angebot führen die französischen Hersteller. Bei Peugeot zum Beispiel rollte Anfang des Monats der Nachfolger des 206 zu den Händlern. Er trägt das Kürzel 207 und tritt betont sportlich auf. Der Vorgänger 206 bleibt übrigens vorerst im Programm – als etwas günstigere und unauffälligere Alternative. Extravagant tritt der 1007 auf. Er bietet als erstes Auto in dieser Klasse elektrische Schiebetüren für Fahrer und Beifahrer.

Vor einigen Monaten stellte Renault den neuen Clio vor. Er ist gegenüber dem Vorgänger deutlich gewachsen und misst jetzt in der Länge 3,99 Meter. Das Design ist kantiger als das des Vorgängers und gliedert sich damit in die neue Designsprache des Unternehmens ein. Großer Pluspunkt ist die Motorenauswahl: Zum Start gibt es die Wahl unter fünf Benzinern und drei Dieselmotoren.

Citroën bietet mit dem C3 den wohl auffälligsten Vertreter unter den Kleinwagen. Die betont rundliche Form des im Jahr 2002 auf den Markt gekommenen Citroën wurde gerade etwas aufgefrischt, aber beibehalten. Vier Benzin- und zwei Dieselmotoren sind im Angebot. Der Einstiegspreis liegt aber auch gut 1000 Euro über dem der Konkurrenten.

Aus dem VW-Konzern kommen der VW Polo, der Seat Ibiza und der Skoda Fabia. Sie überraschen nicht mit verspieltem Design, sondern kommen eher als Vertraute daher: Man setzt sich hinein und findet sich auf Anhieb zurecht.

Neben der Nationalelf ist einer der größten italienischen Hoffnungsträger derzeit wohl der Punto Grande von Fiat. Er ist erst wenige Monate alt und hat gegenüber seinem Vorgänger in den Maßen deutlich zugelegt – auf eine Länge von 4,03 Meter zum Beispiel. Auch in Sachen Qualität kann man dem Kleinen aus Italien nur ein Plus wünschen. Denn bislang landete er immer auf den hinteren Plätzen in der ADAC-Pannenstatistik.

Wettbewerber aus Fernost sind unter anderem der Mitsubishi Colt, der geräumige Honda Jazz, der Nissan Micra oder der Kia Picanto, der mit Knuddeloptik und solider Ausstattung inzwischen zum Verkaufsschlager der Koreaner avanciert ist. Wem Kleinwagen inzwischen zu groß sind, der freut sich über das noch junge Segment eine Klasse darunter: Dort ist der Fox von VW für gut 9000 Euro im Angebot. Peugeots 107, Toyotas Aygo und Citroëns C1 werden auf gleicher Basis in Tschechien gebaut. rok

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