Schule : Das Überall-Auto

Der neue Grand Vitara von Suzuki zeigt sowohl die Qualitäten eines Offroaders als auch die einer Limousine

Ingo von Dahlern

„Ist der aber gewachsen!“ Das ist der erste Eindruck, den man vom neuen Suzuki Grand Vitara gewinnt – und nüchterne Zahlen belegen die neuen Dimensionen: Einschließlich Reserverad misst das neue Modell, das an diesem Wochenende seine Händlerpremiere hat, stattliche 4,47 Meter. Neben der Länge, die um 28 Zentimeter zunahm, wuchs der Radstand um 16 Zentimeter auf nun 2,64 Meter. Die Breite nahm um drei Zentimeter zu. Das bietet Passagieren und Gepäck künftig deutlich mehr Platz. Gewachsen ist auch der Dreitürer. Zwölf Zentimeter mehr Länge lassen ihn nun knapp 4,01 Meter erreichen und der Radstand wuchs sogar um 24 Zentimeter auf 2,44 Meter.

Die beiden Versionen des Grand Vitara sind mit diesen Maßen nicht nur komfortable Fahrzeuge, wenn man sie auf ausgebauten Straßen bewegt. Ebenso überzeugend sind sie, wenn man mit ihnen ins Gelände fährt. Im Unterschied zu den wichtigsten Konkurrenten hat der Grand Vitara neben einem permanenten Allradantrieb in den särker motorisierten Versionen auch eine Sperre, mit der sich Vorder- und Hinterachse starr verbinden lassen. Diese Sperre kann während der Fahrt aktiviert und deaktiviert werden. Anhalten muss man dagegen, wenn man zusätzlich auch die Geländeuntersetzung aktivieren möchte. Mit ihr bleibt man im Grand Vitara dann aber auch in schwierigerem Terrain mobil.

Basis für den – trotz dieser Geländequalitäten – großen Fahrkomfort auf asphaltierten Straßen ist zum einen das Fahrwerk des Grand Vitara. Zum anderen ist es die selbsttragende Karosserie, bei der ein integrierter Hilfsrahmen Verwindungssteifigkeit und Crashsicherheit erhöht. Leider gehört die Fahrdynamikregelung ESP noch nicht zur Ausstattung des Grand Vitara – sie wird erst vom nächsten Frühjahr an verfügbar sein. Bis dahin gibt es lediglich ein ABS in Verbindung mit einer elektronischen Bremskraftverteilung. Serienausstattung für alle Modelle sind allerdings sechs Airbags.

An den Start geht der Grand Vitara erst einmal mit zwei Benzinmotoren – einem 1,6-Liter mit 78 kW (106 PS) beim Dreitürer und einem Zwei-Liter-Motor mit 103 kW (140 PS) beim Fünftürer. Letzterer erlaubt den Spurt auf Tempo 100 binnen 12,5 Sekunden und maximal 175 km/h. Diese Maschine gibt es nicht nur mit Fünfgang-Schaltgetriebe, sondern auch mit einer Viergang-Automatik.

Sehr flott zu werden verspricht der Grand Vitara vom nächsten Frühjahr an mit einem für beide Karosserievarianten verfügbaren 1,9-l-Turbodiesel, der 95 kW (129 PS) leisten wird. Der Selbstzünder, der von Renault stammt, erlaubt den Spurt auf Tempo 100 in 12,8 (13,2) Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Mit knapp acht Litern auf 100 Kilometer soll der Verbrauch recht niedrig bleiben. Ob nun kompakter Dreitürer oder etwas bulligerer Fünftürer – der neue Vitara gefällt auch durch ein betont dynamisches Äußeres. Auf allzu deutliche Kanten haben die Designer verzichtet. Sportlich und zugleich elegant zeigt sich überdies der Innenraum, der trotz vieler Kunststoffe hochwertig wirkt. Dank der asymmetrisch geteilten Rückbank lässt sich der Stauraum des Fünftürers von 398 auf bis zu 1386 Liter erweitern. Bei dem mit symmetrisch geteilter aufstell- und umklappbarer Rückbank ausgestatteten Dreitürer lässt sich der Stauraum von 184 auf maximal 964 Liter vergrößern.

Die Preise für den neuen Grand Vitara sind durchaus attraktiv: Den Dreitürer mit dem 1,6-Liter-Motor gibt es bereits ab 19 690 Euro. Mindestens 24 290 kostet die Zwei-Liter-Version im Fünftürer – dafür geht es über Stock und durch die Stadt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben