Schule : Der Berg ruft

Audis Q7 ist ein Offroader im Oberklasse-Format

Roland Koch

Geländetauglichkeit und Luxus sind längst kein Gegensatz mehr. Die M-Klasse von Mercedes, der Touareg von Volkswagen oder der Cayenne von Porsche zum Beispiel verbinden diese beiden Eigenschaften längst. Der moderne Abenteurer will die unendlichen Weiten eben nicht nur querfeldein erkunden, er will dabei auch eine Klimaanlage. Und weil das Marktsegment so unlukrativ nicht ist, wird es zum Frühjahr 2006 einen weiteren Wettbewerber in dieser Klasse geben. Von Audi kommt ein Sports Utility Vehicle (SUV) namens Q7 auf den Markt.

Äußerlich ist der Q7 als typischer AudiVertreter zu erkennen. Die Frontpartie dominiert der große Singleframe-Kühlergrill. Eine weit geschwungene Dachlinie führt zum Heck. Das Fensterband ist dabei flach gehalten. So wirkt der Q7 gestreckt, fast coupéhaft. Er bringt es aber auch tatsächlich auf eine stattliche Länge: sage und schreibe 5,08 Meter. Mit einem riesigen Radstand von drei Metern profitieren die Insassen von großzügigen Raumverhältnissen.

Auf Wunsch finden bis zu sieben Passagiere in drei Sitzreihen Platz. Die beiden hinteren Sitzreihen lassen sich aber auch flach zusammenklappen. Dann stehen 2035 Liter Laderaum zur Verfügung, ohne dass die Sitze ausgebaut werden müssen. Wird der Q7 als Fünfsitzer genutzt bietet er ein Ladevolumen von stolzen 775 Litern.

Ein solches Monstrum braucht einen adäquaten Antrieb. Zum Serienstart stehen zwei große Motoren zur Wahl. Ein 4,2-Liter großer V8-Benzinmotor mit Direkteinspritzung, der 257 kW (350 PS) leistet, und ein Drei-Liter-Common-Rail-Diesel mit 171 kW (233 PS), der ein maximales Drehmoment von 500 Nm stemmt. Damit diese Kraft sowohl im Gelände als auch auf der Straße optimal genutzt werden kann, erhält der Q7 permanenten Allradantrieb.

Für Fahrten im Gelände hat der Q7 so manche Raffinesse zu bieten, etwa einen „Lift-Modus“. Damit lässt sich die Bodenfreiheit variieren – zwischen 180 und 240 Millimeter. Auch High-Tech steht dem Fahrer zur Seite: Ein „Offroad-Modus“ optimiert Bremsleistung und Traktion auf losem Untergrund. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP verfügt über einen Bergabfahrassistenten und auf Wunsch gibt es eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera. Diese und weitere Helfer halten den Wagen auf Asphalt und abseits davon auf Kurs.

Der Audi Q7 ist ab dem 12. September bestellbar. Die ersten Auslieferungen sollen im Frühjahr 2006 erfolgen. Der Einstiegspreis beträgt 48 900 Euro – das ist konkurrenzfähig.

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