Schule : Der Sicherheitsabstand unbedingt einhalten

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DER SICHERHEITSTIPP

Langsam scheint es wirklich wärmer zu werden – was allerdings nicht heißt, dass es nicht noch den einen oder anderen kalten Tag und sogar noch Eis und Schnee geben kann. Aber meist sind die Straßen jetzt frei. Und das nehmen viele Autofahrer, die in den letzten Wochen wegen winterlicher Fahrbahnbedingungen bewusst langsam fahren mussten, offenbar als Einladung, nun alle guten Vorsätze zu rücksichtsvollem Fahren über den Haufen zu werfen. Denn es wird nicht nur wieder sehr viel öfter viel zu schnell gefahren, sondern vor allem auch mit viel zu geringen Sicherheitsabständen. Und wenn dann ein vorausfahrendes Fahrzeug unerwartet abrupt bremst, dann hilft oft auch die schnellste Reaktion nicht mehr, und man fährt diesem Auto mit gewaltiger Kraft ins Heck.

Das kann schon bei den in der Stadt gefahrenen Geschwindigkeiten zu schweren Schäden an den Fahrzeugen und auch Verletzungen der Passagiere führen. Doch richtig gefährlich wird es, wenn es wegen zu schellen Fahrens und zu geringer Sicherheitsabstände zu Auffahrunfällen auf den Autobahnen kommt – der Massenunfall mit mehr als 250 Fahrzeugen und mehr als einem Dutzend Toten auf norditalienischen Autobahnen vor wenigen Tagen hat das erschreckend bestätigt.

Dennoch erlebt man es auf den Autobahnen immer wieder, dass einem bei Tempo 130 nachfolgende Fahrzeuge fast schon an den Stoßfängern kleben, so dass man geradezu Angst vor dem kleinsten Bremsmanöver bekommt. Deshalb sollten sich alle, die auf den Fernstraßen unterwegs sind, an die Faustformel halten, dass man mindestens das halbe Tempo, das derTacho anzeigt, als Sicherheitsabstand in Metern einhält – oder aber einen Abstand, der zwei Sekunden zum vorausfahrenden Fahrzeug beträgt.

Ein großes Problem auf Autobahnen ist allerdings, dass sehr viele Autofahrer es nicht respektieren, dass vorausfahrende Fahrzeuge ihren Sicherheitsabstand einhalten. Und dann passiert es immer wieder, dass sich Fahrer in der rechten Spur gewissermaßen langsam bis nach vorn schleichen und dann von dieser Spur aus in den Sicherheitsabstand der links fahrenden Fahrzeuge hineinfahren – mit dem Ergebnis, dass die Fahrer, di eauf den Sicherheitsabstand geachtet haben, nun plötzlich viel zu eng zu den vor ihnen fahrenden Fahrzeugen fahren und bremsen müssen, wenn sie wieder den nötigen Abstand gewinnen sollen. Dieses rücksichtslose Verhalten greift offensichtlich immer weiter um sich – ebenso, wie das Überholen auf der rechten Seite, denn manchnal erlebt man auf den Autobahnen Fahrzeuge, die regelrecht Slalom fahren.

Allerdings gehört es auch zu den auf deutschen Autobahnen besonders ausgeprägten Verhaltenweisen, dass Fahrer auf der linken Spur auch dann dort bleiben, wenn sie eigentlich wieder nach rechts einscheren könnten, um nachfolgenden noch schnelleren Fahrzeugen den Weg zu Überholen frei zu machen. Hier herrscht offenbar die Angst vor, dass man dann nicht rechtzeitig wieder von der rechten Spur auf die linke wechseln kann, was einem allerdings von manchem Fahrer auf der linken Spur auch schwer gemacht wird. Es wäre alles sehr viel leichter, wenn man ein wenig mehr Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer nähme und ihnen in schwierigen Situationen auch einmal eine Chance ließe. ivd

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