Schule : Des Sehens würdig

Renault baut nicht nur auffällige Autos, sondern zeichnet auch gelungene Verkehrsarchitektur aus – wir zeigen Ausgezeichnetes an Straße und Schiene

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Muss Verkehrsarchitektur langweilig sein? Zum Glück nicht – wie der immer noch junge Hauptbahnhof in Berlin zeigt. Er gewann einen der begehrten Hauptpreise beim „Renault Traffic Design Award“, dessen Sieger in Berlin ausgezeichnet wurden. Den Hauptbahnhof nannte die Jury „ein herausragendes Beispiel für die Renaissance der Bahnhöfe in Deutschland“ (Foto 2). Mit Professor Meinhardt von Gerkan, der für Entwurf und Realisierung verantwortlich zeichnete, würdigte die Expertenjury einen Protagonisten dieser Renaissance. Das Objekt, so die Jury, „verknüpft an historischer Stätte verschiedene Verkehrsträger zu einem übersichtlichen Raumgefüge, das technisch, gestalterisch und städtebaulich zu den großen Leistungen komplexen Bauens gehört.“ Der Rechtsstreit des Architekten mit der Deutschen Bahn spielte im Wettbewerb keine Rolle.

Einen weiteren Award erhielt das Parkhaus des adidas Factory Outlets in Herzogenaurach (Foto 4). Die Stuttgarter Architekten wulf & partner schufen nach Ansicht der Experten ein Factory Outlet, das über bislang erreichte Standards dieses noch jungen Bautyps weit hinausgeht. Die Struktur des Gebäudes erfassen Besucher, wenn sie sich mit dem Auto nähern und an einer stufenförmigen Arena vorbei zum Parkdeck fahren, das mit den Verkaufsräumen selbst zu einem gestalterischen Gesamtkomplex verschmilzt.

Die Verbindung von Tradition und Fortschritt zeichnet das dritte Projekt aus, das beim Architektenwettbewerb mit einem Award gewürdigt wurde: die neue Aufzuganlage der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz (Foto 5). Mit der in der Felswand verankerten Aufzuganlage können Besucher vom Parkplatz aus den Berg und die Festung erreichen.

Der Sonderpreis Kommunen des Renault Traffic Design Award ging ins Ruhrgebiet (Foto 1): Bochum erhält die Auszeichnung für das Gesamtkonzept einer Stadtbahnlinie. Hervorgehoben werden von der Jury die zwei Haltestellen Rathaus Süd und Lohring – nach Meinung der Experten jede ein Kleinod mit eigener Persönlichkeit und Gesamtkunstwerke aus Licht und Glas. Tsp

www.renault-traffic-design-de

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