Schule : Die Edelkatze macht bald auch einen „Buckel“

Wie sich die Zeiten ändern: Dem ersten Diesel von Jaguar folgt nun der erste Kombi

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Das hat es bislang nicht gegeben – einen Kombi von Jaguar. Doch die Zeiten ändern sich, ebenso wie die Ansprüche der Kunden. Erst vor wenigen Wochen haben die Edelkatzen mit einer ersten DieselVariante überrascht. Und mit dem X-Type Estate wird zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main in der ersten Septemberhälfte nun der erste Jaguar-Kombi seine Weltpremiere feiern. Und um es schon einmal vorwegzunehmen – vieles spricht dafür, dass die britischen Edelkatzen nicht nur in dieser Klasse künftig auch mit einem „Buckel“ auftreten. Denn auch für den S-Type gibt es bereits attraktive Kombi-Entwürfe. Und als Gemeinschaftsentwicklung von Ford/PSA, Peugeot, Citroën und Jaguar steht auch schon ein großer 2,7-Liter-V6-Diesel mit Common Rail, Leistungen bis zu 152 kW (207 PS) und Drehmomenten bis zu 440 Nm bereit, der schon im nächsten Jahr im Jaguar S-Type Premiere feiern wird.

Doch erst einmal hat der neue Kombi Premiere – und zwar in der kleinsten Klasse von Jaguar als X-Type. Das ist die Klasse, die sich die Plattform mit dem Ford Mondeo teilt. Hier hat Jaguar mit der Limousine bislang nicht die erhofften Verkaufszahlen erreicht. Doch mit dem Kombi soll der Umschwung kommen. Denn dann kann man in einem Marktsegment, in dem bereits rund ein Viertel der verkauften Neuwagen Kombis sind, erstmals mit dem T-Modell der C-Klasse von Mercedes-Benz, dem 3er Touring von BMW oder dem Audi A4 Avant konkurrieren. Ein durchaus attraktiver Markt, denn die Kombi-Anteile liegen bei der C-Klasse bei 31 Prozent, dem 3er bei 25 Prozent und dem A4 sogar bei 67 Prozent. Von diesen Kombis sind übrigens zwischen 64 und 75 Prozent mit einem Dieselmotor ausgerüstet. Genau diese Kombination kann künftig also auch Jaguar anbieten. Denn das Motorenprogramm für den neuen Kombi ist identisch mit dem der Limousine und schließt damit den neuen 2.0-Liter-Turbodiesel mit 96 kW (130 PS) ein. Und wie bei der Limousine gibt es neben Fronttrieblern auch Varianten mit permanentem Allradantrieb sowie Versionen mit Fünfgang-Schaltgetriebe und Fünfgang-Automatik.

Bislang hat Jaguar erst wenige technischen Daten des neuen Kombis genannt. Doch im Laderaum der Karosserie, die von der B-Säule an neu ist, dürften mindestens 470 Liter unterzubringen sein – und damit so viel wie im T-Modell der C-Klasse. Und wie es sich für einen Lifestyle-Kombi gehört, wird dieser Laderaum komplett mit edlem Teppich ausgekleidet sein. Es gibt seitliche Staufächer, verchromte Verzurrösen und Gepäcknetze zum Sichern der Ladung und unter dem Laderaumboden die Reserveradmulde und ein Extra-Staufach mit einem 12-Volt-Stromanschluss. Und dank asymmetrisch geteilter vorklappbarer Rückbank lässt sich der Stauraum bei Bedarf erweitern – ohne dass die Kopfstützen der Rückbanklehnen dazu abgenommen werden müssen übrigens. Die große Hecktür ist mit einer separat zu öffnenden Scheibe ausgestattet und Serienausstattung des Jaguar Kombis ist schließlich eine Dachreling.

Vom Charakter her wird sich der neue Kombi, der im nächsten Frühjahr zu den Händlern kommt, als betont sportliches Auto präsentieren, das zugleich ein hohes Maß an Komfort bietet. Zu welchem Preis, das steht bislang noch nicht fest. Doch der Mehrpreis für das Kombiheck dürfte sich zwischen 1500 und 2000 Euro bewegen. Und es ist durchaus möglich, dass als künftiges Spitzenmodell schon bald auch ein X-Type R Estate erscheint – als Konkurrent für solche Modelle wie den Mercedes C 32 AMG zum Beispiel. Ausgestattet mit einem 3,0-Liter-V6-Turbomotor mit einer Leistung von 241 kW (330 PS) und kombiniert mit Schalt- oder Automatikgetriebe wäre er einer der schnellsten Kombis auf dem Markt mit Allradantrieb. Doch das ist noch ein wenig Zukunftsmusik. ivd

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