Schule : Die Rettung für den Roadster Wie der MX-5 Auto-Geschichte schrieb

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Es verlangt viel Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Doch für Mazda hat sich das seit der Vorstellung des MX-5 im Jahr 1989 mehr als gelohnt. Europas Autobauer und allen voran die Engländer mit ihrer großen Tradition hatten dem klassischen zweisitzigen Roadster damals längst adé gesagt.

Just in diesem Augenblick ging ein japanischer Großserienhersteller auf klaren Gegenkurs zum damaligen Trend. Bereits 1983 begann Mazda mit der Planung eines Lightweight Sports Car. Gut ein halbes Jahrzehnt später war der Mazda MX-5 Miata fertig – ein klassischer Roadster mit vorn längs eingebautem Motor, angetriebenen Hinterrädern und einem leichten Stoffdach. Unterm Blech steckte trotz der ansprechenden individuellen Linie ausgereifte Großserientechnik. Die machte den MX-5 zu einem unkomplizierten, zuverlässigen, alltagstauglichen und zugleich preiswerten Auto. Nach dem Marktstart im Mai 1989 in den USA und bis April 1990 auch in Japan, Australien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland wurde der MX-5 den Autobauern aus Hiroshima regelrecht aus der Hand gerissen. 45 266 MX-5 wurden 1989 gebaut, bereits 95 640 im nächsten Jahr. Ein Jahrzehnt nach dem Marktstart hatte es die erste Generation des MX-5 auf 431 506 Fahrzeuge gebracht.

Auch die Konkurrenz war wachgerüttelt und es begann eine echte Roadster-Renaissance. Als die zweite Generation des MX-5 1998 auf den Markt kam, musste die gegen neue Roadster wie den Fiat Barchetta, den MGF und den BMW Z3 antreten. Doch der MX-5 blieb der Topseller. 2000 schaffte er als meistverkaufter Roadster der Welt sogar den Sprung ins Guinness Buch der Rekorde.

Auch die jetzt startende dritte Generation bleibt der klassischen Linie treu. Und es dürfte nicht allzu lange dauern, bis der MX-5, mit dem Mazda ebenso gegen den Strom schwamm wie mit dem Wankelmotor, der nun den RX-8 antreibt, als erster Roadster weltweit sogar Produktionsmillionär wird. ivd

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