Schule : Dynamisches Fahrlicht

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Abbiegelicht, so erklärten wir in der letzten Ausgabe, ist eine Neuentwicklung der Lichttechnik. Mit Hilfe zusätzlicher Reflektoren und Lampen wird mit ihm der Raum seitlich, mit einem rechten Winkel zur Fahrtrichtung also, bis zu einer Entfernung von 30 Meter ausgeleuchtet. Abbiegelicht darf man nicht verwechseln mit dem ebenfalls von mehreren Herstellern eingeführten dynamischen Fahr oder Kurvenlicht. Zu dessen Pionieren gehört Opel, wo dieses Technik Adaptive Forward Lighting (AFL) genannt wird.

Mit AFL können Autos um die Ecke blicken, in eine Kurve hineinsehen. Da sich der Lichtstrahl aus dem Scheinwerfer aber nicht verbiegen lässt, werden hierfür die Scheinwerfer geschwenkt. Die Motoren dafür werden aktiviert, wenn das Lenkrad gedreht wird, um in eine Kurve hineinzufahren. Mit einem Winkel von bis zu 15 Grad schwenken die Scheinwerfer dann horizontal in Richtung der Kurve, die so sehr viel besser ausgeleuchtet wird. Denn während Abblendlicht in einer Kurve gerade einmal 25 Meter ausleuchtet, kommen beim Schwenken der Scheinwerfer rund 30 Meter dazu – vom Fernlicht ganz zu schweigen. So erreicht man mit dem beweglichen Kurvenlicht eine um 90 Prozent bessere Ausleuchtung von Kurven und es lassen sich Hindernisse erkennen, die man bei starren Scheinwerfern erst viel zu spät bemerkt.

Übrigens ist diese Technik im Prinzip nicht neu. Schon 1935 gab es einen Tatra mit beweglichem Mittelscheinwerfer und auch der Citroën DS war in den 60ern mit beweglichem Fernlicht ausgestattet. Das allererste Fahrzeug mit beweglichen Scheinwerfern gab es schon 1918 – es war ein Cadillac. ivd

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