Schule : Eine Doppelpremiere

Bei Renault gehen Mégane und Espace an den Start

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Gleich mit zwei neuen Modellen geht Renault an diesem Wochenende an den Start. Das erste ist die soeben mit dem „Goldenen Lenkrad“ ausgezeichenete neue Generation der Großraumlimousine Espace, mitderen erster Generation 1984 in Europa zeitgleich mit dem Chrysler Voyager in den USA, die Ära der Großraumlimousinen begann von Autos mit dem Platzangebot von Kleinbussen, die erstmals Fahreigenschaften von Personenwagen boten. Dieses Angebot kam vor knapp zwei Jahrzehnten offensichtlich zum richtigen Zeitpunkt. Denn Voyager und Espace entwickelten sich binnen kurzer Zeit nicht nur zu Erfolgsmodellen, sondern fanden schnell Nachahmer - in der klassischen Größe, die sie vorgaben ebenso, wie bald auch in kompakteren Formaten, bei denen Renault mit dem Mégane Scenic einen der Bestseller dieser Klasse auf die Räder stellte. Und lässt man heute das weltweite Pkw-Angebot Revue passieren, dann gibt es nur noch ganz wenige Hersteller, wie zum Beispiel BMW, die noch keinen jener Wagen im Van-Format in ihrem Angebot haben, bei denen sich die großen Innenräume zusehends variabler gestalteten lassen und die Großraumlimousinen aller Formate zu immer vielseitigeren Vewandlungskünstlern machen.

200 000 Espace wurden zusammen mit Matra bis 1991 gebaut. Dann kam die zweite Generation, die es bis 1996 auf 320 000 Exemplare brachte und schließlich die dritte, von der bis heute sogar 370 000 Stück von den Bädern rollten. Ergebnisse, die keinen anderen Schluss erlaubten, als auf dem so erfolgreichen Weg weiter zu machen. Das Resultat dieser Entscheidung ist der Renault Espace IV. Ein Auto, das einerseits die Tradition des großen klassischen Minivans konsequent fortführt - andererseits aber auch eine Vielzahl ganz neuer Akzente setzt.

Espace IV, das heißt unter anderem noch mehr Platz, noch mehr Innenraumvariabilität und noch bessere Fahreigenschaften und -leistungen bei niedrigeren Verbräuchen und vor allem auch noch mehr Komfort. Und und das nicht nur für Fahrer und Beifahrer, sondern ohne Einschränkung auch für jeden einzelnen Passagier. Wo immer man auf den bis zu sieben Einzelsitzen des neuen Espace Platz nimmt, tut man es auf einem komfortablen Einzelsitz mit zahlreichen Verstellmöglichkeiten, komplettem Sicherheitsprogramm, eigenem Staufach und individuellem Klimakomfort, so wie man es aus dem Flugzeug kennt. Es gibt, um es auf einen kurzen Nennern zu bringen, keine Hinterbänkler mehr in diesem Auto, das auch beim Design einen großen Sprung nach vorn gemacht hat.

Noch größer ist dieser Sprug allerdings beim zweiten neuen Modell von Renault. der neuen Generation des Mégane. Denn mit ihm wagt Renault sehr konsequent den ausbruch in eine ganz neue Designära, Denn dieses Auto hat ein Heck, das mit seiner halbrunden fast senkrecht stehenden Panoramascheibe ausbricht aus dem Rahmen der gewohnten Konstruktionen und ganz neue Wege geht. Wege, die Renault mit seinem Oberklassemodellen Vel Satis und Avantime bereits vorgezeichnet hat und deren erste Elemente sich bereits ganz deutlich beim neuen Laguna erkennen lassen.

Neue Wege, die nun allerdings in einer der wichtigsten Fahrzeugklassen des Marktes betreten werden, in der sich bislang jeder Hersteller bemüht, den Kunden insgesamt gefällige und vor allen Dingen nicht provozierende Formen anzubieten. Renault geht einen ganz anderen Weg, wagt mit dem neuen Mégane den Ausbruch in eine neue Designwelt, mit dem Risiko, die Kunden zu verblüffen, zu verunsichern, zu erschrecken - aber ebensogut auch zu begeistern. Ein Auto, das wie kein anderer Kompakter polarisiert.

Steht man direkt vor dem neuen Mégane, dann wirkt er noch ganz normal. Ähnlich empfindet man, wenn man ihn direkt aus der Heckperspektive betrachtet. Doch geht man ums Heck herum, blickt aus einem Winkel von 45 Grad aufs Heck und dann auch direkt auf die Flanken, dann wird das Bild überraschend anders.

Und hier scheiden sich die Geister. Doch unter ablehnende Äußerungen wie hässlich und gar unmöglich mischen sich auch begeiserte Töne, spürt man bei vielen ein erleichtertes Aufatmen, dass es nun endlich einmal ein Hersteller gewagt, aus der erstarrten Formenwelt auszubrechen. Und wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, dann beginnt das Mégane-Heck mit jedem Blick interessanter und attraktiver zu werden, wobei es oft genügt, nur wenige Zentimeter weiter zu rücken, um völlig neue Formen und Lichtspiele zu erleben. Und nachdem wir einen halben Tag mit diesem Auto unterwegs waren, es aus allen möglichen Perspektiven auch mit der Optik der Kamera zu erfassen versuchten, hatte uns dessen Formensprache bereits voll überzeugt. Es wird vielen, die im ersten Augenblick überrascht zusammenzucken, sicher ähnlich ergehen. Und jene Unruhe, die derzeit so manchen Renault-Händler quält, dürfte schon bald der Gewissheit weichen, dass Renault im modernen Autmobildesign einen wegweisenden Schritt nach vorn gemacht hat.

Doch die Form ist nur die eine Seite eines Autos - wenn auch eine betont Emotionen ansprechende. Nicht minder wichtig ist, wie man mit einem solchen Gerät umgehen kann, wie es sich fährt, wie man darin sitzt, was man damit machen kann. Hier sammelte der neue Mégane eine ganze Reihe von Pluspunkten, über die wir bereits ausführlich berichtet haben. Nun kann man sich bei den Renault-Händlern selbst ein Bild machen. ivd

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