Ernährung : Schulobst: Berlin verteidigt eigenes Angebot

Die Bildungsverwaltung hat jetzt ihre Absage an die EU-Initiative für kostenloses Schulobst verteidigt. Das eigene Angebot sei gut genug. Der Kauf und die Verteilung Obst und Gemüse sei außerdem zu teuer.

Die Bildungsverwaltung hat jetzt ihre Absage an die EU-Initiative für kostenloses Schulobst verteidigt. Das eigene Angebot sei gut genug. Mit dem 1,8 Millionen Euro teuren Mittagessen in den Ganztagsschulen erreiche man 100 000 Schüler. Da sei Obst dabei. „Das reicht eigentlich“, sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung. Der Bundesrat hatte am Freitag den Weg für das „Schulobstprogramm“ frei gemacht, mit dem die EU Deutschland 20 Millionen Euro für das Schuljahr 2009/10 zur Verfügung stellt. Ob sie es umsetzen, entscheiden die Länder, die das Obst zur Hälfte bezahlen müssen. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wollen im Frühjahr damit anfangen. Berlin nicht. Das Obst und das Gemüse zu kaufen, würde mehrere hunderttausend Euro kosten, die Verteilung über eine Million Euro, heißt es in der Bildungsverwaltung. (clk)

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