Erweitertes Führungszeugnis : Strengere Regeln für Schulpersonal

Honorar- und Vertretungskräfte an Schulen müssen künftig – wie alle übrigen Lehrer – das neue erweiterte Führungszeugnis vorlegen.

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Damit will die Bildungsverwaltung die Beschäftigung von Personen verhindern, die etwa wegen Sexualdelikten oder Verletzung ihrer Fürsorge- und Aufsichtspflichten vorbestraft sind. Ein entsprechender Infobrief wurde jetzt an alle Schulleiter öffentlicher Schulen verschickt. Verwaltungssprecherin Beate Stoffers begründete diesen Schritt damit, dass „der Schutz vor sexuellem Missbrauch Priorität hat“. Der Sprecher der Berufsbildenden Schulen, Pitt Rulff, warnte vor weiteren Erschwernissen bei der Einstellung von Vertretungskräften. Er schlägt vor, dass die Verwaltung selbst die Führungszeugnisse im Vorfeld einfordert, bevor die Namen der Bewerber auf der zentralen Bewerberliste erscheinen.

Eine weitere Neuerung, die durch den Infobrief bekannt gemacht wurde, betrifft die Verwaltung des schulischen Personalkostenbudgets (PKB): Es wird künftig in jedem Bezirk „zusätzliche Dienstkräfte“ geben, die die Schulkonten betreuen. Sie sollen Fehler bei der Buchung der Personalausgaben verhindern. Rulff sprach von „Misstrauen“ und „Gängelei“. Nach Informationen des Tagesspiegels haben einige Schulleiter in der Vergangenheit mehr Geld verbraucht als ihren Schulen zustand, was zu Disziplinarverfahren geführt haben soll. Diesen Missbrauch soll das neue Verfahren verhindern.

Zur Diskussion rund ums Thema „PKB“ lädt der Landeselternausschuss am 29. September, 19 Uhr, ins Rotes Rathaus, R. 338.

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