Schule : Fahren wie der Blitz

Opel fährt mit Vivaro und Movano in der Spur seiner eigenen Transporterlegende

Ingo von Dahlern

Er gehört zu den großen Legenden der Automobilindustrie – der Leichtlastwagen Opel Blitz, von dem zwischen 1930 und 1975 insgesamt 442 310 Exemplare von Fertigungsbändern in Brandenburg und Rüsselsheim gelaufen sind. Doch 1975 wurde die Baureihe eingestellt, übernahmen Bedford-Lieferwagen der britischen GM-Tochter Vauxhall mit Opel-Markenzeichen den Part des Blitz – bis 1987. Dann gab es kein Opel-Nutzfahrzeug mehr.

Doch kurz vor der Jahrtausendwende setzte ein Umdenken ein. Mit dem Kleintransporter Arena, dessen Basis der damalige Renault Trafic war, kehrte Opel auf den Transportermarkt zurück. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und bald folgten die Modellreihen Combo, Vivaro und Movano. Längst gehören Transporter mit dem Blitz als Markenzeichen wieder zum Straßenbild in Deutschland.

Wie der Arena ist auch der frontgetriebene Transporter Vivaro in der 2,8-Tonnen-Klasse ein Kooperationsprodukt mit Renault und basiert auf dem Trafic. Mehr als 20 Modellversionen mit zwei Radständen, zwei Dachhöhen und fünf Aufbauten stehen beim Vivaro zur Wahl. Es gibt ihn als Kastenwagen und Combi sowie als komfortablen Kleinbus und Freizeitvan. Der Vivaro kann 1141 Kilogramm Nutzlast befördern, verfügt über 8,4 Kubikmeter Ladevolumen sowie Platz für neun Personen.

Als Antrieb stehen vier leistungsstarke Motoren mit 60 bis 99 kW (82 bis 135 PS) zur Wahl. Darunter sind ein Zweiliter-Benziner mit 88 kW (120 PS) und drei moderne Turbodiesel mit Common Rail. Die beiden 1,8-Liter-Maschinen leisten 60 und 74 kW (82 und 100 PS). Der stärkere der beiden wurde schnell zum meist verkauften Vivaro-Motor. Spitzentriebwerk bei den Dieseln ist der 2,5 CDTI mit 99 kW (135 PS). Der Vivaro verbindet hohen Nutzwert mit einem ansprechenden Design. Seine nach oben gewölbte Fahrerkabine mit großer Kopffreiheit erlaubt ein bequemes Ein- und Aussteigen. Mit großen Scheiben bietet die Fahrerkabine gute Sicht nach vorn und zu den Seiten. Die Ausstattung entspricht dem Komfort eines Pkw.

Zudem hat der Vivaro eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, zu der bei allen Modellen ein Fahrerairbag mit Gurtstraffer gehört. Beifahrerairbag, Kopf- und Seitenairbags gibt es als Wunschausstattung. Für hohe aktive Sicherheit sorgt bei den stärker motorisierten Modellen die auf Wunsch lieferbare Fahrdynamikregelung ESP. Beim Vivaro Life gehört das ESP sogar zur Serienausstattung. Das Getriebe wird für den Vivaro und Movano mit dem 2.5 CTDI-Turbodiesel in seinen verschiedenen Leistungsklassen angeboten.

Eine Renault-Basis hat auch die schwerere Transporterfamilie Movano in der 2,8- bis 3,5-Tonnen-Klasse, die dem Renault Master entspricht, der im Herbst 2003 technisch und optisch modernisiert wurde. Ebenfalls eine Renault-Basis hat die schwerere Transporterfamilie Movano in der 2,8- bis 3,5-Tonnen-Klasse, die dem Renault Master entspricht, der im Herbst 2003 technisch und optisch modernisiert wurde. Rund 40 Varianten stehen bei drei verschiedenen Tonnagen, drei Radständen und drei Dachhöhen für den als Kastenwagen, Combi, Bus und Fahrgestell mit Normal- und Doppelkabine angebotenen Movano zur Wahl.

Fünf durchzugsstarke Vierzylinder- Turbodiesel stehen als Antrieb für den frontgetriebenen Movano zur Wahl. Der 1,9 CDTI leistet 60 kW (82 PS), der 2.2 CDTI 66 kW (90 PS), der 2.5 CDTI 73 und 84 kW (99 und 115 PS) und das Spitzenmodell 3,0 CDTI 100 kW (136 PS). Die beiden stärksten Motoren sind mit einem Sechsganggetriebe ausgestattet und die beiden 2,5-Liter können mit dem automatisierten Sechsgang-Schaltgetriebe Tecshift geliefert werden, mit dem sich das Auto um acht Prozent sparsamer fahren lässt. Tecshift verbindet den Komfort einer Vollautomatik mit der Wirtschaftlichkeit eines normalen Schaltgetriebes. Rund 100 000 Movano sind seit 1999 gebaut worden und 2000 rollen auf deutschen Straßen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben