Schule : FEINSTAUB-LEXIKON

-

Die korrekte Bezeichnung für die kleinen Partikel in der Luft lautet PM10Schwebestaub. Das sind kleinste Teilchen in der Luft, die einen Durchmesser von höchstens zehn Mikrometer haben. Das ist weniger als ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Im Feinstaub enthalten sind Verbrennungsrückstände wie zum Beispiel Rußpartikel von Diesel-Fahrzeugen. Weitere Inhaltsstoffe sind etwa Pollen, aber auch aufwirbelnder Dreck von Baustellen. Feinstaub ist in der Luft unsichtbar, die kleinen Partikel können aber beim Einatmen bis in die Lungenbläschen eindringen und dort tödliche Krankheiten auslösen.

Was ist die Feinstaubrichtlinie?

Seit dem 1. Januar 2005 gilt in der gesamten Europäischen Union die so genannte Feinstaubrichtlinie. Danach dürfen bestimmte Grenzwerte in der Luft für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide, Feinstaubpartikel und Blei nicht überschritten werden. Besonderes Augenmerk gilt den Feinstaubpartikeln. Nach der Richtlinie darf der Feinstaub-Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel nur an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.

Welche Vorschläge zur Reduzierung der Feinstaubbelastung gibt es?

Die Bundesregierung hat den Bundesländern vorgeschlagen, Neufahrzeuge mit Dieselrußpartikelfiltern mit 350 Euro über die Kfz-Steuer ab dem 1. Januar 2006 zu fördern. Für die Um- und Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern soll die Förderung 250 Euro betragen. Dagegen wehren sich aber die Bundesländer, weil sie Steuereinbußen bei der Kfz-Steuer befürchten. Des Weiteren gibt es Überlegungen zu Fahrverboten, etwa am Sonntag, oder zu einer Maut für Dieselfahrzeuge.

Wo wird gemessen und wo sind die Messergebnisse nachzulesen?

In Deutschland gibt es 420 Messstellen. Im Internet auf einer Sonderseite des Umweltbundesamtes sind die gemessenen Werte nachzulesen: www.env-it.de/luftdaten/start.fwd

Wie arbeitet ein Partikelfilter?

Ein Dieselrußpartikelfilter fängt die Rußpartikel auf und verbrennt sie, bevor sie aus der Auspuffanlage in die Umwelt gelangen. Dieses Verfahren zeigt die folgende Grafik: rok

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben