Schule : Feuchtes Herbstlaub kann tückisch glatt sein

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Glatteis ist nur eine Art von Glätte, die Autofahrern, die allzu flott unterwegs sind, mit Rutschpartien auf den Straßen droht. Schon bald werden wir bei uns mitden ersten Bodenfrösten und dieser Art von Glätte rechnen müssen. Doch auch jetzt wird es auf vielen Straßen bereits bedrohlich glatt. Dort nämlich, wo das immer schneller fallende Herbstlaub unserer Bäume eine immer dichter werdende Laubschicht bildet.

Und die wird in Verbindung mit dem allmorgendlichen Tau und noch schneller mit kräftigen Niederschlägen zu einer zunehmend rutschigen Schicht aus breit gefahrenem Laub, je mehr Verkehr über sie rollt. Der eine oder andere hat es vielleicht in den letzten Tagen schon erfahren – hoffentlich nur, indem ihm der Schreck gehörig durch die Glieder fuhr. Denn leider endet nicht jede herbstliche Rutschpartie so glimpflich, führt manche leider auch zu recht schweren Unfällen.

So wandelt sich das an den Bäumen jetzt zum Teil verführerisch bunt glänzende Laub von einer Freude für Augen und Herz zu einer tückischen Gefahr. Und wer auf dem glatten Laubteppich dann so flott wie an trockenen Sommertagen fährt, dem kann schon bei einer zügig genommenen Kurve plötzlich das Fahrzeugheck ausbrechen. Und wenn man dann, in Panik geraten, kräftig auf die Bremse tritt, muss man entsetzt bemerken, dass die Bremswege auf feuchtem Laub beängstigend lang sind. Das gilt nicht etwa nur auf Landstraßen, sondern gerade auch in der Stadt, besonders in einer so grünen Stadt wie Berlin, wo die vielen Straßenbäume sich jetzt zusehends entblättern.

Die Konsequenz aus alledem: man muss nun bedeutend sorgfältiger mit Gas und Bremse umgehen und auch allzu hektische Lenkmanöver können unangenehme Konsequenzen haben, wenn die Straßen laubbedeckt sind. Die Sicherheitsabstände auf herbstlichen Straßen sollten ein wenig größer sein, damit die Bremswege auch noch reichen und das Tempo an gefährlichen Stellen noch ein wenig niedriger sein. Aber auch dort, wo die Straßen frei von Laub sind, muss man jetzt die herbstliche Nässe einkalkulieren. Die bedeutet nämlich, dass man bei normalem Landstraßentempo auf nasser Fahrbahn schon mit einem doppelt so langen Bremsweg rechnen muss wie auf trockener Straße.

Droht ein Auto trotz aller Vorsicht auszubrechen, hilft in der Regel schnelles Auskuppeln oder bei Automatikwagen Gaswegnehmen, da sich das Fahrzeug dann von selbst wieder stabilisiert. Auch gekonntes sanftes Gegenlenken kann helfen. Gefährlich sind dagegen alle hektischen Reaktionen.

Besonders wirksame Hilfe bekommen in solchen Gefahrensituationen alle die, deren Auto mit einer Fahrdynamikregelung ausgestattet ist. Denn die sorgt durch gezieltes Bremsen einzelner Räder und notfalls auch einen Eingriff ins Motormanagement dafür, dass ein Fahrzeug, das auszubrechen droht, schnell wieder auf Kurs gebracht wird. Wer diese Technik noch nicht hat, sollte Bremsen und Gegenlenken auf einem großen Parkplatz oder einer freien Straße üben, um die Reaktionen des eigenen Fahrzeugs dabei kennen zu lernen. Dann gerät man nicht mehr in Panik, wenn das Heck wirklich einmal wegrutscht, sondern kann angemessen reagieren. ivd

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