Schule : Fiat kehrt in die Mittelklasse zurück

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Ohne Nachfolger verließ der Fiat Chroma 1994 die Bühne. 450 000 Mal wurde er insgesamt gebaut und zeigte damit Fiats besondere Größe bei kleineren Autos. Jetzt kehrt das MittelklasseModell zurück. Bereits Anfang März debutiert der 4,75 Meter lange Nuova Croma in Genf, im Juni soll er den deutschen Markt betreten.

Immer wieder versuchte Fiat, das Image des reinen Kleinwagenherstellers abzulegen. 1969 zum Beispiel mit dem luxuriösen Fiat 130 in der Drei-Liter-Klasse und dann 1986 mit dem frontgetriebenen knapp 4,50 Meter langen Croma. Der teilte sich die Plattform mit dem rund zehn Zentimeter längeren Lancia Thema, dem Alfa 164 und dem Saab 9000. Der schrieb sogar Automobilgeschichte. Denn der 1987 vorgestellte Croma TD i.d. war das weltweit erste Dieselauto mit Direkteinspritzung.

Der erste Croma war ein klassisches Stufenheckauto. Der Nuova Croma ist ganz anders. Er ist ein moderner Crossover, eine Kombination aus Limousine, Kombi und Van, die bei einem Radstand von 2,70 Meter und einer Höhe von 1,60 Meter mit einem mehr als großzügigen Innenraum glänzt.

Auch der neue Croma, dessen Linie Giorgetto Giugiaro zeichnete, teilt sich die Plattform mit einem anderen Modell – diesmal mit der des Opel Vectra. Fiat und GM arbeiten eben eng zusammen. Vom Vectra stammen auch die beiden Benzinmotoren, zwei Vierventil-Vierzylinder mit 1,8 und 2,2 Liter Hubraum, die 95 und 110 kW (130 und 150 PS) leisten. Daneben gibt es aus dem Fiat-Programm drei moderne direkt einspritzende Multijet-Turbodiesel mit Common Rail. Sie haben 1,9 l Hubraum mit 88 und 110 kW (120 und 150 PS) sowie 2,4 Liter mit 147 kW (200 PS). Bei der Ausstattung wird Fiat drei Varianten für den Nouva Croma anbieten, mit dem nun auch feststeht, was sich hinter dem lange diskutierten Projekt New Large von Fiat verbirgt. ivd

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