Schule : Flaschen-Peter vom Viktoriapark

Emmi Frank[Benoît Fuchs],Lena Schröder[Benoît Fuchs],Erwan Motillon[Benoît Fuchs]

An einem sonnigen Sonntag im Kreuzberger Viktoriapark sehen wir Peter, der wie immer auf der Suche nach Pfandflaschen ist. Seine Tüte ist schon gut gefüllt. Unsere französischen Austauschschüler wundern sich bereits, weshalb Peter diese Flaschen einsammelt.

Wir erklären, dass Pfandflaschen bis zu 25 Cent einbringen, dass die Glasflaschen vom Hersteller wiederverwertet und die Plastikflaschen in der Regel recycelt werden. Das Pfandgeld bietet Leuten, die kein hohes Einkommen haben, einen kleinen Nebenverdienst. Die Franzosen sind erstaunt, denn es gibt kaum Pfandflaschensysteme in Frankreich und dadurch auch niemanden, der die Flaschen sammelt. Peter indes kann pro Woche 20 bis 30 Euro einnehmen.

Die Franzosen und wir sind uns einig, dass es für bedürftige Menschen eine gute Möglichkeit ist, durch Pfandflaschen etwas Geld zu verdienen. Außerdem bleiben die Flaschen, durch das Einsammeln nicht einfach im Park liegen sondern gehen schnell in den Produktionskreislauf zurück und können somit dann wiederverwertet oder recycelt werden.

Wir finden es sehr schade, dass es in Frankreich kein genauso funktionierendes Wiederverwertungssystem wie in Deutschland gibt. Nun wurde uns auch klar, warum in den Haushalten unserer Austauschfamilien Glasflaschen in den Hausmüll und Plastikflaschen bestenfalls in den gelben Sack geworfen wurden. Emmi Frank, Lena Schröder, Erwan Motillon, Benoît Fuchs

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