Flüchtlinge in Berlin : In Mitte wohnen die meisten Asylbewerber

Hannes Heine

Obwohl sich der zuständige Sozialsenator Mario Czaja (CDU) seit fast zwei Jahren darum bemüht, Flüchtlinge gleichmäßig auf die Bezirke zu verteilen, sind in einigen Stadtteilen deutlich mehr Asylbewerber untergebracht als in anderen. Die Liste der Bezirke führt Mitte mit 1230 Männern, Frauen und Kindern an. In Lichtenberg sind 1200, in Spandau mehr als 1360 und in Reinickendorf fast 890 Flüchtlinge untergebracht. In Tempelhof-Schöneberg sind es 800, in Charlottenburg-Wilmersdorf 775, in Treptow-Köpenick 610, in Pankow mehr als 500, in Friedrichhain-Kreuzberg 460, in Marzahn-Hellersdorf 350, in Steglitz-Zehlendorf 150. In Neukölln werden es in den nächsten Tagen etwa 200 sein. Insgesamt leben ungefähr 8400 Flüchtlinge in Berlin in Gemeinschaftsunterkünften – 300 mehr als die Plätze eigentlich hergäben. Dazu kommen noch tausende Asylbewerber in Privatwohnungen. Im vergangenen Jahr waren die Unterschiede zwischen den Bewerbern allerdings noch größer. Die Bezirke wurden von Czaja mehrfach eindringlich aufgefordert, freie Gebäude zu melden.

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