Schule : Für Sachliche: Honda CBF 1000

-

2004 war hierzulande das Jahr von Honda und mit der CBF 1000 könnte auch 2006 ein Honda-Jahr werden. Erinnern wir uns: Die untadelige Mittelkassemaschine CBF 600 verdrängte aus dem Stand die große BMW Enduro aus der lange sicher geglaubten Pole Position der deutschen Verkaufshitparade. Abgeklärte Charaktere beiderlei Geschlechts flogen auf die kreuzbrave Honda, deren Nutzerfreundlichkeit sich aus dem Fehlen ernsthafter Schwächen, einer variablen Ergonomie und der Option eines ABS-Systems ergab. Die 78 Pferde der 600er reichten für flottes Vorwärtskommen, doch vom Ritt auf der Drehmomentwoge konnte keine Rede sein.

Das könnte nun besser werden. Denn im gleichen, billig zu fertigenden Vierkantstahlprofilrahmen steckt nun ein 1000er Triebwerk. Die CBF 1000 soll den Erfolg des „Familienbenutzers“ CBF 600 in die große Klasse tragen. Beim Triebwerk griff man zum bewährten Antrieb des Sportlers Honda CBR-1000 RR, der „Fireblade“. Dieser Motor wurde um volle 65 PS gedrosselt, und dürfte jetzt gar nicht mehr kaputtzukriegen sein.

Doch auch der nun 98 PS leistende „Drosselmotor“ der CBF 1000 hat es in sich: 228 km/h Spitzengeschwindigkeit und 6,3 Sekunden aus dem Stand bis 140 km/h lassen wenig Wünsche offen. Man muss kein großer Prophet sein, um der CBF 1000 Erfolg zu prophezeien. Untadelige Alltagsqualität, ein breitbandiges Leistungsspektrum für Straßenfahrer, und das Ganze in zeitgemäßer Verpackung zum günstigen Preis – so eine Mischung ist massenkompatibel.

Feingeister können sich an den lächerlichen Plastikblenden über den Fahrzeugflanken stören, die einen Deltabox-Alurahmen vortäuschen sollen; Schräglagenmaniacs werden sich an den 252 Kilos und am etwas flatterhaften Wesen jenseits der 200 km/h stören. Doch Otto Normalmotorradfahrer bekommt hier alle Wünsche erfüllt, nur nicht den nach demonstrativer Individualität. AS

Schon lieferbar ab 7 990 € plus NK. CBS-ABS und ein Hauptständer kosten gemeinsam 700 € Aufpreis.

0 Kommentare

Neuester Kommentar