Schule : Ganz entspannt

Mercedes untermauert das subjektive Fahrgefühl in der R-Klasse mit Forschungsergebnissen

Eric Metzler

R wie Reise. R wie ruhig. Extrem ruhig. Glaubt man der Daimler-Chrysler-Forschungsabteilung, dann ist die R-Klasse ein Automobil, das die Fahrer körperlich und psychisch deutlich weniger beansprucht als andere Fahrzeuge. Untersucht hat man das auf der Route Berlin–Leipzig–Dresden–Berlin. Am Steuer von Fahrzeugtypen verschiedener Hersteller wurde bei den Testpersonen die Herzfrequenz als typischer Stressindikator gemessen; in Live-Befragungen wurde zudem das subjektive Wohlbefinden auf der Strecke ermittelt. Das Ergebnis der fünfstündigen Versuchsanordnung on road: Mit 81,9 Herzschlägen pro Minute erzielten Fahrer der R-Klasse den niedrigsten Wert.

Klar, dass Mercedes so eine Vorlage verwandelt: So viel „Entlastungskomfort“, so viel „Konditionssicherheit“ wie die R-Klasse habe sonst niemand zu bieten. Lässt man den Superlativ beiseite, bleibt ein wahrer Kern: Mit der R-Klasse, die seit mehr als einem Jahr in Deutschland angeboten wird, lässt sich’s fürwahr angenehm reisen. Das liegt erstens an der schieren Größe, mag man sie brauchen oder nicht. In einem – je nach kurzer oder langer Karosserievariante – 4,92 Meter oder 5,15 Meter langen Fahrzeug muss sich niemand krumm machen. Zweitens liegt es an Gestaltung und Ausstrahlung eines tadellos verarbeiteten Innenraums, unaufgeregt, hell und warm das Ganze, ein Wohnzimmer für unterwegs. Am meisten und drittens aber entspannt einen in der R-Klasse die Technik. Allradantrieb und elektronische Traktionssteuerung 4ETS sind Serie. Die fünf angebotenen Sechs- und Achtzylinder sind durchweg extrem laufruhig. Das hinten serienmäßig und auf Wunsch komplett luftgefederte Fahrwerk schluckt die Unbill schlechter Straßen. Und neue Assistenzsysteme vermitteln beruhigende Sicherheit für den Fall der Fälle: So misst die optionale „Distronic“ den Abstand zum Vorausfahrenden, passt das Tempo nötigenfalls automatisch an. Das adaptive Bremslicht blinkt in Notsituationen, verkürzt damit die Reaktionszeit des Nachfahrenden, um Auffahrunfälle zu vermeiden.

Für die R-Klasse hat Mercedes gerade zwei neue Motoren eingeführt (siehe Kasten) – bei ersten Testfahrten gefielen sie beide. Der 280 CDI ist zwar „nur“ der Einstiegsdiesel, aber stark genug für das 2,2 Tonnen schwere Familienschiff. Er zieht gut und gleichmäßig, arbeitet stimmig mit der Siebengang-Automatik zusammen. Ein echter Bulle ist der AMG mit seinen 510 PS: Damit geht alles, was auf deutschen Straßen meistens nicht geht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben