GESCHICHTE : Mehr als ein Bild

DER POLITIKER

Wer war Kurt Löwenstein? Für die Schüler der Kurt-Löwenstein-Schule ist diese Frage jetzt einfacher zu beantworten. Gerade bekam die Schule ein Porträt des SPD-Politikers überreicht, eine Grafik aus dem Nachlass von Emil Stumpp. Den Ankauf finanzierte der Vorwärts-Verlag der SPD, für die Kurt Löwenstein im Reichstag saß und Neuköllner Bildungsstadtrat war. Er setzte sich für sozial gestaffelte Schulgelder und eine Ausweitung der Schulspeisung ein. Vor den Nazis flüchtete er nach Prag und nach Paris, wo er 1939 starb.

DER ZEICHNER

Emil Stumpp, eigentlich Lehrer für Kunst und Sport, zeichnete für das Satireblatt Simplicissimus und porträtierte berühmte Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky und Edvard Munch. 1933 bekam er den Auftrag, Adolf Hitler zu zeichnen. Das Werk, am 20. April 1933 auf der ersten Seite des Dortmunder Generalanzeigers veröffentlicht, geriet zur Karikatur, und Stumpp bekam Berufsverbot. 1940 wurde er denunziert. Er starb 1941 im Gefängnis. loy

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