GESPERRTE HALLEN : GESPERRTE HALLEN

FÜR FLÜCHTLINGE

In Berlin werden derzeit knapp 40 Turnhallen zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Diese Zahl nannte ein Sprecher der Senatssozialverwaltung am Montag. In den vergangenen Wochen sind immer mehr Hallen beschlagnahmt worden, um dort Notunterkünfte zu errichten. Am 18. November waren es erst 18 Turnhallen, die für diesen Zweck genutzt wurden. Das ging aus einer Antwort von Bildungsstaatssekretär Mark Rackles auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Gabriele Hiller hervor.

WEGEN SANIERUNGSBEDARF 

Mehr als 30 Hallen sind wegen Sanierungsbedarfs, Unfallgefahr oder Baumaßnahmen gesperrt. Staatssekretär Rackles führt in seiner Antwort 29 marode gesperrte Hallen an. Allerdings meldet allein der Bezirk Steglitz-Zehlendorf derzeit auf der Homepage des Schulamtes fünf weitere wegen Unfallgefahr oder Bauarbeiten gesperrte Hallen. Darunter ist auch die Grundschule am Karpfenteich, die seit 2008 auf eine neue Turnhalle wartet.

WAS SCHULEN TUN KÖNNEN

Es gibt drei Möglichkeiten: auf andere Hallen ausweichen, am Schulstandort andere Möglichkeiten finden (in der Aula, auf dem Schulhof), Theorieunterricht im Klassenzimmer. Sportunterricht in der Oberstufe hat Vorrang, weil der fürs Abitur notwendig ist.

WAS VORGESCHRIEBEN IST

Von der ersten Klasse an ist Sportunterricht Pflicht. In der Grundschule und bis zur zehnten Klasse stehen drei Stunden pro Woche auf dem Plan. In der Oberstufe darf es dann etwas weniger sein: Sportgrundkurse sind zweistündig. Schwimmunterricht ist in der dritten Klasse vorgeschrieben. Neben klassischen Schulsportarten wie Leichtathletik, Turnen oder Volleyball können auch mal Inlineskating, Badminton oder Kanufahren unterrichtet werden. svo

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