Schule : Gewalt an Berliner Schulen geht zurück

Die Zahl der gemeldeten Gewaltvorfälle an Schulen ist im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Nach Angaben der Bildungsverwaltung wurden im Schuljahr 2010/2011 insgesamt 1468 Vorfälle bekannt; gegenüber dem Vorjahr bedeute dies einen Rückgang um sieben Prozent. 38 Prozent der Schulen waren von Gewaltvorfällen betroffen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) führt diese Entwicklung unter anderem darauf zurück, dass die Schulen inzwischen mehr in Sachen Prävention unternähmen. So seien Krisenteams eingerichtet worden und man arbeite eng mit den Präventionsbeauftragten der Polizei zusammen.

Die meisten Vorfälle gab es in Mitte, mehr als ein Sechstel der gesamten Fälle wurde aus dortigen Schulen gemeldet – gefolgt von Neukölln, Steglitz-Zehlendorf und Friedrichshain-Kreuzberg. Am häufigsten wurden Delikte wie schwere körperliche Gewalt, Beleidigungen und Drohungen registriert; diese machten drei Viertel der Fälle aus. 20 Prozent der Opfer waren Lehrer und Erzieher. Bei den Schultypen schnitt die Integrierte Sekundarschule am schlechtesten ab.

Bildungssenatorin Scheeres wies darauf hin, dass 85 Prozent der Schulen mit Amokalarmierungsanlagen ausgestattet seien. Außerdem leisteten schulische Krisenteams einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf einen Ernstfall. Eine Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen, dass die Erfahrungen Berliner Jugendlicher mit Gewalt nicht von denen Gleichaltriger in anderen Großstädten abwichen. sik

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