Graffiti-Unterricht an Weddinger Schule : Bildende Kunst kommt aus der Dose

Am Weddinger Diesterweg-Gymnasium haben Schüler die Schulfassade mit Graffiti gestaltet - ganz legal im Unterricht.

Jessica Tomala
Sprüh-Kunst. Schüler und Lehrer des Weddinger Diesterweg-Gymnasiums gestalten die Schulfassade mit Graffiti.
Sprüh-Kunst. Schüler und Lehrer des Weddinger Diesterweg-Gymnasiums gestalten die Schulfassade mit Graffiti.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Zwölf Schüler haben die Fassade des Weddinger Diesterweg-Gymnasiums an der Pankstraße mit Graffiti verschönert. „Die helle Fassade war immer beliebt bei Sprayern“, sagt Christiane Guse, Fachbereichsleiterin für Kunst. Um Schmierereien zu vermeiden und die Wand selbst gestalten zu können, genehmigten das Schul- und Sportamt, der Schulausschuss und das Bezirksamt Wedding die Fassadenbemalung als Praxisprojekt für den Zusatzkurs Graffiti-Wandmalerei, der an der Ganztagsschule angeboten wird.

Geleitet wird der Kurs von Christiane Guse und dem Künstler Josef Dube. „Wir sprechen über die Geschichte, Sprühtechniken und Prävention vor illegalem Sprayen“, sagt Dube. Den Schülern gefällt’s: „Ich habe gelernt, dass man ein negativ geprägtes Bild ändern kann. Graffiti ist für mich nicht mehr nur Schmiererei“, sagt Sarah (17). Für ihre knallige Fassade haben sich die Schüler von den Künstlern Jim Avignon, Thierry Noir und Keith Haring inspirieren lassen. Nach den Sommerferien soll auch die Schulfassade an der Böttgerstraße umgestaltet werden – die Schule hat der Fortführung des Kurses zugestimmt.

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