Schule : Große Show auf neutralem Terrain

Die Schweiz ist zwar keine Autonation, doch der Genfer Salon genießt internationales Ansehen. Kein Hersteller will hier fehlen. Ein Vorabbericht / Teil 1

Ingo von Dahlern

Nicht nur die Großen der Autobranche, auch exklusive Marken und Designstudios werden vom 3. bis 13. März ihren ganz besonderen Auftritt haben. Der Genfer Frühjahrssalon, der in diesem Jahr seinen 100. Geburstag feiert, hat sich konsequent zur wichtigsten Trendschau entwickelt – und auf der will kein Hersteller fehlen. Audi, VW, Mercedes-Benz, Opel, Ford, BMW und Porsche – das sind nur einige der Namen, die wichtige Premieren mit deutschem Markenzeichen präsentieren. Ebenfalls mit dabei sind so wichtige Auftragsproduzenten wie zum Beispiel Karmann oder Valmet.

Eine Genfer Besonderheit ist, dass der Raum für die Aussteller begrenzt ist. Das bewahrt die Frühjahrsschau vor dem Abgleiten ins Monumentale, zwingt sie zur Konzentration auf das Wesentliche. Dennoch belegen die reinen Zahlen schon, dass die Besucher auch in diesem Jahr ein volles Programm erwarten können: Auf einer Ausstellungsfläche von 77 000 Quadratmeter werden 900 Marken aus 30 Ländern ausgestellt. Es gibt 53 Welt- und 18 Europa-Premieren. Die Organisatoren erwarten 800 000 Besucher.

Sports Tourer nennt Mercedes-Benz eine neue Klasse von multifunktionalen Automobilen, die Grundelemente bereits bekannter Fahrzeugklassen in neuer Art kombinieren. In der gehobenen Fahrzeugklasse ist das die 2002 als Vision GST (Grand Sports Tourer) erstmals angetretene Kombination aus komfortabler Reiselimousine, Kombi, Großraumlimousine und Sports Utility Vehicle, die künftig als neue R-Klasse antreten wird. Im Kompakformat als Compact Sports Tourer heißt die neue Kategorie B-Klasse. Als Weltpremiere wird sie einer der Stars von Mercedes-Benz in Genf sein und im Sommer an den Start gehen.

Technische Basis der neuen B-Klasse, die sich als Reise-, Familien- und Freizeitauto präsentiert, ist die neue A-Klasse. Von ihr stammt das für die Sicherheit so entscheidende Sandwich-Konzept mit der Platz sparenden Anordnung von Motor und Getriebe teils vor und teils unter der Fahrgastzelle. Das schafft trotz kompakter Außenmaße bei einer Länge von 4,27 Meter und einem Radstand von 2,78 Meter einen großzügigen Innenraum mit beachtlichem Schulter-, Bein- und Kopfraum. Der Sitzplatzabstand im Fond erreicht fast S-Klasse-Niveau.

Bei den Motoren hat man die Wahl unter sechs Vierzylindern mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 142 kW (95 bis 193 PS). Dabei geht das Spitzenmodell B 200 Turbo mit einem aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder an den Start, der den Spurt auf Tempo 100 binnen 7,6 Sekunden und maximal 225 km/h erlaubt. Stärkster Diesel der B-Klasse ist der B 200 CDI mit 103 kW (140 PS), der dem Compact Sports Tourer mit 9,6 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und und maximal 200 km/h einen sportlichen Auftritt ermöglicht und ihn mit durchschnittlich 5,6 l/100 km auch erfreulich sparsam sein lässt.

Eine weitere Weltpremiere deutscher Marken in Genf ist die zweite Generation des kompakten siebensitzigen Bestsellers Opel Zafira. Die zweite Generation des bislang in rund 1,4 Millionen Exemplaren gebauten Rüsselsheimer Minivans ist rundum gewachsen. Mit nun 4,47 Meter ist er 16 Zentimeter länger geworden. Optisch zeigt der neue Zafira mit dynamischem Design und großen Lufteinlässen im Frontstoßfänger deutlich seine Verwandschaft zum Astra.

Entsprechend modern ist das weiter entwickelte IDS-Plus-Fahrwerk mit elektronischer Dämferregelung. Neu für die Klasse der kompakten Minivans ist auch das dynamische Kurvenlicht in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern. Sehr breit angelegt ist das Motorenprogramm, das mit vier Benzinern und drei Dieseln mit Hubräumen von 1,6 bis 2,2 Liter ein Leistungssprektrum von 74 bis 174 kW (100 bis 200 PS) abdeckt. Den Zafira-Innenraum prägen neben dem dynamischen Design hochwertige Materialien. Erstmals stattet Opel seinen kompakten Minivan auf Wunsch mit einem Panorama-Dachsystem aus. Der Marktstart ist für Juli vorgesehen.

Zu seinem 100. Geburtstag bietet der Genfer Autosalon gerade im Bereich der Serienmodelle spannende Aussichten für das Modelljahr 2005. Das gilt nicht nur für die Premieren deutscher Hersteller. Auch andere Autonationen werden hier interessante Fahrzeuge vorstellen. Einen Ausschnitt davon stellen wir in der kommenden Woche vor.

Weitere Infos unter:

www.salon-auto.ch

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