Gymnasien : CDU-Umfrage: Schulen gegen Losverfahren

Das von der rot-roten Koalition geplante Losverfahren für Bewerber an besonders gefragte Oberschulen stößt bei betroffenen Gymnasien auf Ablehnung. Das legen eine Umfrage der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus sowie Äußerungen von Pädagogenvertretern nahe.

Nach der am Donnerstag von der Koalition beschlossenen Reform sollen 30 Prozent der Plätze an besonders populären Gymnasien und Sekundarschulen unter Bewerbern verlost werden. Das ist „ein Angriff auf das Gymnasium“, sagte Kathrin Wiencek, Vorsitzende des Philologenverbandes, am Freitag bei einer Pressekonferenz mit der CDU. „Die Losregelung ist absurd“, pflichtete Ralf Treptow bei, Vorsitzender der Vereinigung der Oberstudiendirektoren. „Wenn eine Schule sich einen guten Ruf erarbeitet hat, muss sie auch zu 100 Prozent darüber entscheiden dürfen, welche Schüler sie aufnimmt“, sagte er.

Die CDU hatte alle 112 Berliner Gymnasien gefragt, wie der Zugang geregelt werden soll. Die Mehrheit sprach sich für den Notendurchschnitt an Grundschulen aus, für Aufnahmegespräche oder kombinierte Verfahren. Für ein Losverfahren war keine einzige Schule. lvt

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