Hilfen fürs Lernen : Das Bildungs- und Teilhabepaket

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GESCHICHTE

Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) führte die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) 2011 ein. Sie reagierte auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Rahmen der Hartz-IV-Reform. Das BuT soll es Familien mit geringem oder ohne Einkommen ermöglichen, ihre Kinder besser zu fördern.

REICHWEITE

Unterstützung aus dem BuT gibt es für Kita- und Schulessen, Kita- und Klassenfahrten, Nachhilfe, persönlichen Schulbedarf, Fahrtkosten zur Schule, Mitgliedsbeiträge in Vereinen, Musikschulen oder auch für die Anschaffung oder Ausleihe von Ausrüstungsgegenständen.

BERECHTIGTE

BuT-Unterstützung können Familien mit Kindern unter 25 Jahren bekommen, die staatliche Transferleistungen wie Hartz IV, Wohngeld, Sozialhilfe, Sozialgeld oder Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

ZAHLEN

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit hatten im April 2015 knapp 2,5 Millionen Bundesbürger einen Anspruch auf BuT-Leistungen, darunter knapp 220 000 Berliner und 80 000 Brandenburger. Abgerufen werden die Gelder aber nur von rund einem Viertel der Berechtigten. Vor allem für Schulessen, Klassenfahrten, Ausflüge und Schulbeförderung werden Anträge gestellt. Bundesweit wird eine halbe Milliarde Euro für BuT-Leistungen ausgegeben.

BERLINPASS-BUT

Den Berlinpass gab es schon vor der Einführung des BuT. Er ist altersunabhängig und ermöglicht vergünstigten Eintritt bei Kultur, Bildung, Sport und Freizeit für Empfänger von Transferleistungen. So gibt es das 3-Euro-Kulturticket für Theater und Konzerte und vergünstigten Eintritt u.a. bei den Bäderbetrieben, im Tierpark und im Zoo. Seit Einführung des BuT heißt der Berlinpass für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene „Berlinpass – BuT“.

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