Hochschulen : Super-Stiftung: FU-Kuratorium hofft auf Einigung

Das Kuratorium der Freien Universität (FU) stärkt im Streit um die "Super-Stiftung" zwar dem FU-Präsidenten und der Basis den Rücken – schlägt aber einen versöhnlichen Ton an.

Das Gremium, der Aufsichtsrat der Uni, hoffe, „dass die Verhandlungen über die Hochschulverträge möglichst bald aufgenommen werden“, berichtete FU-Präsident Dieter Lenzen am Mittwoch im Akademischen Senat (AS) aus der Kuratoriumssitzung. Wenn dabei die künftige Basisfinanzierung für die Unis „sichtbar wird, muss über ein Junktim nicht mehr gesprochen werden“.

Die Akademischen Senate der FU, der TU und der Humboldt-Uni (HU) hatten im Juni und im Juli beschlossen, die von Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner geplante Stiftung zur Förderung exzellenter Forschung in Berlin nur dann zu unterstützen, wenn zuvor die nötige Erhöhung der Hochschuletats gesichert sei. HU-Präsident Christoph Markschies hatte später allerdings erklärt, aus seiner Sicht handle es sich bei dem Votum des HU-AS nicht um ein Junktim im juristischen Sinn.

Das FU-Kuratorium behalte sich indes vor, über die Satzung der Stiftung zur Förderung exzellenter Forschung in Berlin „selbst zu entscheiden“, sagte Lenzen. Das Gremium habe auch empfohlen, dass der AS über die Satzung diskutieren soll, sobald sie vorliegt. Besorgt sei das Kuratorium über neueste Aussagen Zöllners, die Stiftung solle eine „Hochschule neuer Art“ werden. Das entspreche nicht den Planungen zur Stiftung. Der FU-Präsident wies eine Äußerung des Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie zurück. Günter Stock hatte behauptet, Lenzen und TU-Präsident Kutzler würden die Stiftungsgründung behindern. Diese „persönliche Invektive“ sei nicht akzeptabel, sagte Lenzen. Die Bedenken seien von den Gremien der Hochschulen geäußert worden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben