Schule : In gutem Klima fährt man sicherer

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Jetzt gibt es sie wieder – die heißen Tage, die manches Auto zu einem wahren Brutkasten machen. Und dann kann man sich freuen, wenn zur Ausstattung des Fahrzeugs, mit dem man bei solchen Temperaturen unterwegs ist, auch eine Klimaanlage gehört. Und das bieten längst nicht mehr nur die teuren Spitzenmodelle. Denn selbst Kompakt- und Kleinwagen werden heute mit modernster Klimatechnik angeboten.

Das allerdings ist Technik, die mehr ist, als nur ein angenehmes Komfortdetail für die Fahrt bei hohen Außentemperaturen. Denn wer in einem Fahrzeug mit ordentlichem Klima fährt, der fährt auch sicherer als solche Fahrzeuglenker, denen der Schweiß von der Stirn rinnt. Denn ein optimales Klima mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit im Fahrzeuginnern hält den Fahrzeuglenker und natürlich auch seine Mitfahrer frisch und entspannt, beugt allzu schneller Ermüdung vor und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Und das bedeutet insgesamt einen erheblichen Sicherheitsgewinn.

Gewiss, vor Jahrzehnten, als solche Anlagen noch ein teurer und deshalb exklusiver Luxus waren, da fuhr man selbst bei größter Sommerhitze normalerweise ohne Klimaanlage und kam trotzdem ans Ziel. Doch mancher Unfall jener Tage hatte sicher auch mit unzumutbarem Klima in Fahrzeug zu tun. Denn bei Innenraumtemperaturen von 25 Grad und mehr sinken Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer merklich. Wird es noch wärmer, dann wächst die Gefahr, dass Autofahrer Verkehrsschilder übersehen, die Vorfahrt missachten oder zu spät reagieren. Wer so „im eigenen Saft" im heißen Auto kocht, ist ähnlich gefährdet wie ein Fahrzeuglenker mit 0,5 Promille Alkohol im Blut, wie Arbeitsmediziner warnen. Große Hitze im Auto belastet zudem den Kreislauf. So stellte Opel bei Extremtests im Death Valley fest, dass der Herzrhythmus bei Fahrten ohne Klimaanlage deutlich erhöht war, während er im klimatisierten Auto im Normalbereich blieb.

Viele gute Gründe also, die für eine Klimaanlage im Auto sprechen. Die allerdings sollte man auch richtig bedienen. Und dass bedeutet vor allem, dass man den Fahrzeuginneneraum nicht in einen Kühlschrank verwandelt, in dem man bei 17 Grad Celsius friert und geradezu einen Schock bekommt, wenn man aussteigt und sich plötzlich von 32 Grad warmer Luft umgeben findet. Dann handelt man sich schnell eine kräftige Erkältung ein. Deshalb sollte man die Klimaanlage so einstellen, dass man sich bei Temperaturen um 21 bis maximal 25 Grad wohl fühlt, nicht schwitzt, aber auch nicht fröstelt.

Zu den positiven Effekten von Klimaanlagen gehört schließlich, dass sie auch zu sauberer Luft im Innenraum des Fahrzeugs beitragen. Denn auf ihren feuchten Verdampferoberflächen binden sie auch alle Schwebstoffe, die in der Luft sind.

All das erhält man allerdings nicht zum Nulltarif. Denn Klimaanlagen brauchen für ihren Betrieb nun einmal Energie – und das kostet im Auto Kraftstoff. Zwischen 0,2 l/100 km bei Autobahnfahrt und bis zu 1,0 l/100 km bei Stadtfahrt sind realistisch – mit Blick auf den beachtlichen Sicherheitsgewinn aber kaum eine Fehlinvestition. ivd

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