"Jugend forscht" : Schüler erfinden Hilfsgerät für Blinde

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat Teilnehmer des Wettbewerbs „"ugend forscht" für die Erfindung wirksamer und preisgünstig herstellbarer Hilfsmittel für behinderte Menschen ausgezeichnet.

Keyvan Dahesh

Für ihr Orientierungssystem, mit dem blinde Menschen beispielsweise beim Schwimmen ihren Ausgangspunkt am Ufer wiederfinden können, wurden Vincent Lieber und Felix Bär aus Lauchhammer in Brandenburg mit dem ersten Platz belohnt. Das Preisgeld von 300 Euro bekamen die beiden zwölfjährigen Schüler für ihre zweiteilige Erfindung.

Man stelle sich folgende Situation vor: Noch eben das Handtuch hingelegt, ein paar Schritte und hinein ins Wasser. Für viele Menschen ist das der ganz normale Badespaß. Für Menschen, die nicht sehen können, ist dies erheblich schwieriger: Sie können die Entfernungen vom Wasser bis zum Strand schlechter abschätzen. Das Handtuch wiederzufinden, ist ebenfalls eine Herausforderung. Da hilft das Blindenorientierungsgerät von Felix und Vincent. Die Erfindung basiert auf dem Sender-Empfänger-Prinzip: Ein robuster Empfänger, der gegenüber Wasser und Sand unempfindlich ist, wird eingeschaltet und zum Beispiel am Ufer neben dem Handtuch platziert. Als Sender dient eine Hundepfeife. Dies hat den Vorteil, dass sie keinen Strom braucht, nicht rostet und aufgrund der hohen Frequenz für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist und nicht stört. Beim Hineinpusten sendet die Pfeife Schallwellen und löst beim Empfänger ein hörbares Signal aus, das die blinden Schwimmer zurück zum Strand leitet. Die beiden Zwölfjährigen planen bereits eine Weiterentwicklung ihres „Blido“, des Blindenorientierungsgeräts, und hoffen auf eine Markteinführung. Keyvan Dahesh

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