Kommentar zur Grundschul-Anmeldung : ... und fußläufig das große Glück

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Wer sein Kind jetzt einschulen darf/kann/muss, ist nicht zu beneiden. Die Verwirrung ist komplett und das nun schon seit sieben Jahren, aber jedes Jahr auf eine andere Weise. Erst musste man bei der Schulwahl herausfinden, welche Schule das Jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) freiwillig schon machte. Dann folgten die Jahre, in denen ein paar Widerständige die Einführung der Methode immer wieder hinauszögerten. Und inzwischen ist die große Frage, welche Schulen JüL noch machen und auch künftig weitermachen wollen.

Egal welche Motive die Politik erst für den JüL- Zwang und dann für den Nicht-Mehr-Zwang hatte: Für die Eltern bleibt übrig, dass sie sich in einer Versuchsanstalt wähnen. Nicht gerade vertrauenseinflößend wirkte da vor zehn Tagen die neue Bundesländerstudie, die Berlins Viertklässler – trotz/wegen aller Reformen – beim Lesen und Rechnen noch immer ganz hinten einordnet. Auch in Sachen „Früheinschulung“ gab es von den Autoren der Studie keinen Zuspruch für den Berliner Weg. Was bleibt, ist daher nur dies: Eine Schule zu suchen, die sich nicht unterkriegen lässt und weiter gute Arbeit macht. Die gibt es, man muss sie nur finden. Hoffentlich fußläufig! sve

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