Kurse : Schwimmen lernen in den Sommerferien

Die Berliner Bäderbetriebe bieten wieder Ferienschwimmkurse an. Dabei gibt es auch kostenlose Plätze für bedürftige Kinder. Noch kann man sich anmelden.

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Es ist das „drittschönste Ereignis nach Weihnachten und Geburtstag“, sagt der neunjährige Lennart aus Charlottenburg: In 14 Tagen beginnen in Berlin die Sommerferien. Sechs Wochen schulfrei und Zeit für Spiel und Spaß. Wer nicht wegfährt, macht es wie Lennart: Er hofft auf gutes Wetter und stürmt ins Freibad. „Ich übe das Kraulen“, sagt Lennart. „Mein Papa misst die Zeit.“

Für alle, die das Schwimmen erst noch lernen müssen, bieten die Berliner Bäderbetriebe auch in diesem Jahr wieder Ferienschwimmkurse an. Erklärtes Ziel: das Seepferdchen. Wie wichtig es ist, das Schwimmen zu fördern, zeigen die Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Am Ende der vierten Klasse können 45 Prozent der Berliner Schüler nicht sicher schwimmen“, sagt Sprecher Martin Jansen.

Damit dabei nicht der Geldbeutel der Eltern den Ausschlag gibt, haben die Bäderbetriebe vor fünf Jahren ein Patenschaftsprojekt mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) Berlin ins Leben gerufen. Pro Kurs dürfen ein bis zwei Kinder aus finanziell schwachen Familien kostenlos teilnehmen – 200 Kinder in diesem Sommer insgesamt. Bislang wurden erst knapp die Hälfte der Plätze vergeben. Die Kinder vermittelt der KJGD. Für drei Wochen sind ansonsten Kosten von 65 Euro üblich. „Noch sind in der ganzen Stadt Plätze frei“, sagt Burghard Menke, der das Kursprogramm der Bäderbetriebe leitet. Er rät, früh zu buchen – die Nachfrage sei groß.

Nicht immer schließen die Kursteilnehmer mit einem Abzeichen ab. „Die Erfolgsquote liegt bei 74 Prozent“, sagt Menke. Aber auch, wenn am Ende kein Aufnäher die Badehose ziert – die meisten Kinder, sagt Menke, würden doch beachtliche Fortschritte machen.

Die Kurse finden dreiwöchig montags bis freitags statt und dauern täglich 45 Minuten. Sie kosten 65 Euro inklusive Eintritt, für bedürftige Kinder gibt es kostenlose Plätze. Mehr Informationen unter www.berlinerbaederbetriebe.de

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