Kurz vor ACHT : Alles wie erwartet

Es war nicht anders zu erwarten: Rot-Rot lässt keine Gelegenheit aus, den frühen Übergang von der Grundschule zum Abitur infrage zu stellen. Ungeachtet der Tatsache, dass es den Eltern, die aktuell eine Reform der Hochgebabtenförderung fordern, einzig und allein darum geht, ihren Kindern das Abitur mit nur 16 Jahren zu ersparen und eben nicht darum, die Hochbegabtenförderung an sich abzuschaffen, nutzen die Bildungspolitiker von SPD und Linkspartei den Vorstoß der Eltern als Vorwand, um ihre alten Vorbehalte gegenüber grundständigen Gymnasien ins Feld zu führen.

Damit könnte es einer Reform an den Kragen gehen, die nach anfänglich erbitterten Kämpfen längst zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist und tausenden hochbegabten Berliner Schülern jahrelange Unterforderung und die damit einhergehende Frustration erspart hat.

Sicherlich ist es berechtigt, den immerhin 17-jährigen Schulversuch der Hochbegabtenklassen zu evaluieren, wie die Linkspartei fordert. Allerdings muss sie dann auch bereit sind, die allem Anschein nach großen Erfolge zu respektieren, anstatt das ganze Konzept über den Haufen zu werfen. Was man an der jetzigen Praxis der Schnellläuferklassen kritisieren kann, ist allenfalls, dass sie nach dem Gießkannenprinzip über die Stadt verteilt wurden. Wenn es an einigen Standorten zu wenig Anmeldungen hochbegabter Kinder gibt, dann sollte man die Klassen an diesen Standorten dicht machen, anstatt ungeeignete Kinder aufzunehmen. sve

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