Kurz vor ACHT : Die Rektorin soll bleiben

Vier Wochen ist das neue Schuljahr jetzt alt. Vier atemlose Wochen. Kaum ein Tag verging ohne schulpolitische Aufregung, und noch immer sind nicht alle Schulen zur Ruhe gekommen. Der einen fehlen Lehrer, der anderen ist mangels Bau-Management gleich das ganze Schulhaus abhanden gekommen und manche Ganztagsschule hat noch keine Mensa.

Die Schuldfrage ist höchst unterschiedlich zu beantworten. Der Schwarze Peter hat viele Gesichter: Mal sieht er aus wie der Senator, dann ähnelt er dem Schulleiter oder dem Bezirksstadtrat. Tröstlich ist meist nur die Aussicht, dass früher oder später Abhilfe geschaffen wird. Bitter wird es, wenn es die nicht gibt, weil Paragrafen dagegenstehen. Mit so einem Fall hat es die Albert-Gutzmann-Schule in Gesundbrunnen zu tun: Ihre hoch angesehene Konrektorin darf nicht zur Rektorin aufsteigen, weil eine Rektorin im Personalüberhang versorgt werden muss. Die Bildungsverwaltung bedauert, sieht aber keine Handhabe. Heute wollen die Eltern entscheiden, zu welchen Protestmitteln sie greifen. Einige von ihnen tragen Burkas, andere Dekolleté. Sie eint die Überzeugung, dass man eine gute Schulleiterin nicht gehen lässt. Jedenfalls nicht kampflos. sve

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