Kurz vor ACHT : Mut zur Veränderung

Wer gern glauben wollte, Bildungssenator Zöllner sei amtsmüde und würde sich bis zu den Wahlen im nächsten Herbst nur noch den Hochschulen widmen und ansonsten auf die Pension warten, wird gerade ziemlich enttäuscht sein. Mit seinem Elan für eine Qualitätsoffensive zeigt der Professor aus Mainz ziemlich deutlich, dass die gerade erst auf den Weg gebrachte Schulreform mitsamt der Abschaffung der Hauptschulen noch lange nicht sein letztes Wort zur Berliner Bildungspolitik war.

Diesmal geht es ihm um die Schlusslichtschulen: um das letzte Fünftel, das sich durchwurstelt und den Schülern dabei nicht guttut. Sie sollen heraus aus dem Dunkel und gezwungen werden, sich von innen her zu erneuern. Wie das gehen kann? Dazu hat eine von Zöllner eingesetzte Expertenkommission eine Menge Vorschläge unterbreitet. Das meiste klingt überzeugend, manches sogar mutig.

Jetzt muss es darum gehen, dass nicht alles wieder zerredet wird zwischen den Gewerkschaften und Verbänden, die lieber so weitermachen wollen wie bisher. Denn niemand kann ein ernsthaftes Interesse daran haben, dass es Schulen gibt, die sich wie in einer Wagenburg verschanzen und aus ihren Problemen ein Geheimnis machen. In diesen Wagenburgen sitzen massenweise Kinder. sve

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben