Kurz vor ACHT : Bitte nicht von Hessen lernen

Susanne Vieth-Entus

Nun aber aufgepasst, liebe Senatsverwaltung für Bildung: Am 29. April ist die zentrale Abiturprüfung im Fach Mathematik, und so bleiben noch runde vier Wochen Zeit, um die Aufgaben auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Nicht, dass wir den Konstrukteuren der Aufgaben besonders skeptisch gegenüberstünden: Bei den bisherigen zentralen Abiturprüfungen in Mathematik wurden die Schüler weder überfordert noch durch – versehentlich – eingebaute Fehler irritiert.

Dennoch macht das hessische Beispiel deutlich, dass man auf der Hut bleiben muss: Dort bekamen die schockierten Abiturienten nämlich am vergangenen Freitag mehrere fehlerhafte Mathematikaufgaben, darunter eine mit einem falschen Vorzeichen, was erst am Prüfungsmorgen bemerkt wurde.

Man kann natürlich einwenden, dass so ein kleines falsches Plus oder Minus schon nicht so schlimm sei, aber ein Abiturient, der in der Nacht vor der Klausur trotz Baldrianzufuhr nur mit einem halben Auge geschlafen hat, kann sehr empfindlich reagieren, wenn ihm der Lehrer kurz nach Klausurbeginn plötzlich einen Korrekturzettel vor die Nase hält.

Nun ist Hessen natürlich nicht Berlin und Jürgen Zöllner sowieso der beste aller Schulminister. Dennoch sollte daran erinnert werden, dass im vergangenen Jahr die Mathematikprüfung der Zehntklässler wiederholt werden musste, weil die Aufgaben vorher durchgesickert waren. Auch in Berlin kann also was schiefgehen. Mitunter. Susanne Vieth-Entus

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