Kurz vor ACHT : Das Schweigen der Eltern

Dass Landeselternsprecher Günter Peiritsch untätig wäre, ist ihm nun wirklich nicht vorzuwerfen: Seit er den Vorsitz des Landeselternausschusses (Lea) vor fast einem Jahr übernommen hat, mischte er mit, wo es ging. Und es ging um vieles: ums Turbo-Abi, um Lehrermangel, um bauliche Mängel an Schulgebäuden – und schließlich, wie gerade jetzt, um die neuen Aufnahmekriterien für die Oberschulen. Dennoch verwundert es momentan, wie wenig die Elternschaft in ihrer Gesamtheit zu hören ist. Groß angekündigt wurden Anfang März die Proteste der Berliner Eltern, die dem Senat die „Rote Karte“ zeigen und von Mai bis in den Herbst hinein mit „vielfältigen Aktionen“ auf sich aufmerksam machen wollten. Und nun? Sind noch keine Roten Karten im Stadtbild zu sehen. Gab es noch keine Protestveranstaltung, weder in Form von Demos noch von Diskussionen. Keine Band trommelte für die Anliegen der Eltern, kein Sternmarsch zeigte der Politik, wie entschlossen gegen Kürzungen und „falsche Prioritätensetzung“, wie es geheißen hatte, vorgegangen werden soll. Von den Kommentaren des Lea-Vorsitzenden mal abgesehen, ging die Elternschaft in dieser Hinsicht schweigend in die Osterferien. Es bleibt spannend, ob den Ankündigungen des Lea nun nach den Ferien Taten folgen werden. pth

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