Kurz vor ACHT : Die Stunde der Opposition

Die aktuelle Schulreform birgt noch manches Diskussionspotenzial. Das wird kurz vor der Beschlussfassung im Abgeordnetenhaus deutlich. Zwar ist es erstmal um das Losverfahren ruhig geworden, weil es erst nächstes Jahr greifen soll. Aber auch so gibt es noch genug Baustellen – was nicht wundert. Schließlich wird Berlins Schule zum Teil neu erfunden. Es war zu erwarten, dass die Opposition die Gelegenheit nutzen will, um das Gesetzespaket nochmals aufzuschnüren. Erwartungsgemäß werden die Regierungsfraktionen aber alle Änderungsanträge vom Sitzenbleiben bis hin zum Verzicht auf das Probejahr an Gymnasien stoisch abschmettern. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die mühsam beigelegten Differenzen zwischen den Regierungsfraktionen und dem Bildungssenator einerseits und auch die zwischen SPD und Linkspartei andererseits wieder aufbrechen. Das werden sie wohl nicht riskieren – zumal die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Grundzüge der Reform immens ist. So groß, dass kaum noch einer mit der Umwandlung zur Sekundarschule warten will – obwohl das rechtlich möglich wäre. Selbst von den freien Trägern ist bislang nicht zu hören, dass sie alle Realschulen ein weiteres Jahr als solche an den Start schicken wollen. So viel Einigkeit war selten – trotz aller durchaus noch vorhandenen Differenzen. sve

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