Kurz vor ACHT : Die Woche der Entscheidung

Diese erste Aprilwoche hat es in sich: Die Lehrer treten in den Warnstreik für ihre Altersermäßigung, Schulen protestieren gegen Lehrer- oder Erziehermangel, und die Elternschaft rüstet zum Beginn ihrer Aktionen für mehr Geld im Bildungsbereich. Das kann ein heißer Frühling werden für Rot-Rot. Nur eine rechtzeitige und gute Ausstattung der Schulen zum neuen Schuljahr kann die Stimmung abkühlen und einen womöglich noch heißeren Wahlherbst verhindern.

Zumindest ist klar, dass der Bildungssenator die Zeichen erkannt hat. Früher denn je wurden die freien Stellen für die benötigten Lehrer ausgeschrieben, früher denn je wurde auch der Stichtag gesetzt, an dem die Bezirke Klarheit schaffen müssen über die Verteilung der Oberschüler. Dies zumindest deutet darauf hin, dass das kommende Schuljahr personaltechnisch besser beginnen könnte als das alte.

Und doch kann noch viel passieren bis dahin. Noch ist nicht bekannt, ob sich genügend Bewerber für die freien Stellen finden. Noch ist auch nicht klar, wie die Eltern mit den Konsequenzen des neuen Losverfahrens umgehen werden. Erstmal erwarten sie zum Wochenende die Bescheide, die ihnen sagen, ob ihr Kind einen Platz in einer der favorisierten Sekundarschulen oder Gymnasien bekommen hat. Dann gibt es entweder Freudentänze oder Panik – und Klagen.

Zum Trost könnte man daran erinnern, dass noch nie alle Kinder den Schulplatz bekommen haben, den sie wollten, denn der Kuchen mit den guten Schulen lässt sich nunmal nur einmal verteilen. sve

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