Kurz vor ACHT : Erfolg macht Schule

Schulpolitik ist selten frei von ideologischen Standpunkten. Insbesondere die Gemeinschaftsschule ist bei der Opposition verschrien: Von Gleichmacherei ist die Rede oder von der „Einheitsschule“, als sozialistisches Schreckgespenst an die Wand gemalt.

Ganz so schrecklich scheinen die Schulen nun nicht zu sein – im Gegenteil. Vor der Pankower Wilhelm-von-Humboldt-Schule trifft man morgens auf zufriedene und engagierte Eltern, die Kinder fühlen sich sichtlich wohl und freuen sich auf ihren Tag.

Das hat zum einen eine engagierte und profilierte Schulleiterin geschafft. Ein motiviertes Kollegium zieht pädagogisch an einem Strang. Zum anderen wird hier bereits verwirklicht, was in der Sekundarschule erst angestrebt wird: Die Kinder lernen jahrgangsübergreifend und binnendifferenziert, projektbezogen und zu einem großen Teil selbstverantwortlich.

Das führt dazu, dass schon im zweiten Jahr des Bestehens der Wilhelm- von-Humboldt-Schule dreimal so viele Kinder angemeldet wurden, wie es Plätze gibt. Eltern würden ihre Kinder bereits jetzt in die fünfte Klasse der Schule geben, obwohl die Kinder Empfehlungen fürs Gymnasium haben. Den Eltern, scheint es, sind Politik und Ideologie herzlich egal – solange die Schule so überzeugt wie die Pankower Gemeinschaftsschule. pth

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben