Kurz vor ACHT : Große Koalition ganz klein

Berlin hat eine Fülle schulpolitischer Probleme. Momentan sieht es nicht so aus, als wenn Rot-Schwarz viel zur Lösung beitragen könnte.

Susanne Vieth-Entus

Vor einer Woche ging es an dieser Stelle um die vielen Schul-Baustellen, auf denen sich nichts bewegt. Leider können wir auch heute nicht verkünden, dass sich daran etwas geändert hätte. Im Gegenteil. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Bildungssenatorin und der Datenschutzbeauftragte seit einem halben Jahr ein Gespräch vor sich herschieben, bei dem es um die Weitergabe der Sprachlerntagebücher von der Kita an die Grundschulen gehen sollte. Solange die Weitergabe vom Datenschutzbeauftragten blockiert wird, fehlt ein wichtiger Grund für die Erzieherinnen, sich beim Bearbeiten der Lerntagebücher besonders anzustrengen. So sieht Stillstand aus.

Aber auch die Parlamentarier sind nicht von der schnellen Truppe. Sie schieben mehrere ungelöste Probleme vor sich her. Nun wurde allem Anschein nach auch noch SPD-Bildungspolitiker Ilkin Özisik von den eigenen Leuten zurückgepfiffen, als er mit der CDU den Kompromiss bei der Lehrerbildung suchte. Noch immer ist die Frage ungeklärt, ob es für Sekundarschulen und Gymnasien ein gemeinsames Lehrerstudium geben soll. Ähnlich konfus ist die Lage beim Koalitionszwist zur Geschwisterregelung beim Übergang zur Oberschule. In Schulangelegenheit sieht die große Koalition klein aus. sve

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