Kurz vor ACHT : Herzenssache Lesen

Foto: Mike Wolff
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Es gibt Leute, die Bücher schreiben, und es gibt Leute, die etwas zu sagen haben. Nicht immer trifft beides so glücklich zusammen wie bei Sybille Volkholz. Die ehemalige Bildungssenatorin aus der Zeit des rot-grünen Senats (lange her – Mauerfall!) schreibt nämlich gerade für den renommierten Waxmann-Verlag ein Buch über bürgerschaftliches Engagement am Beispiel der Berliner Lesepateninitiative. Womit wir schon beim Thema wären: Rund 1900 Lesepaten an 180 Berliner Schulen und 90 Kitas leisten Woche für Woche ihren Einsatz und üben mit den Kindern ehrenamtlich Lesen. Es gibt einigen Anlass, die Ideengeberin und Organisatorin dieses einzigartigen Projekts mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes zu würdigen.

Sybille Volkholz lässt keinen Zweifel daran, dass sie sich darüber freut, zumal auch der Rahmen stimmt: Sie bekommt die Auszeichnung sozusagen mitten im Dienst am morgigen Mittwoch im Ludwig-Erhard-Haus. Dort hat sie ihr Büro, das ihr und ihren Mitarbeiterinnen der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) seit sechs Jahren für die Organisation der Lesepateninitiative zur Verfügung stellt. Weshalb Volkholz auch betont, dass sie das Bundesverdienstkreuz nicht allein, sondern eigentlich stellvertretend für den VBKI und die unermüdlichen Lesepaten bekommt.

Das stimmt, ist aber zugleich nur die halbe Wahrheit. Denn zur ganzen Wahrheit gehört, dass Volkholz nicht nur die Lesepateinititiative auf die Beine gestellt hat, sondern vorher auch noch das nicht minder erfolgreiche IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“, zu dem inzwischen 300 Kooperationen gehören. Womit es schon einen doppelten Grund für das Bundesverdienstkreuz gibt und deshalb das gute Gefühl, dass hier mal die Richtige ausgezeichnet wird. sve

Das Buch von Sybille Volkholz soll im Frühjahr im Waxmann-Verlag erscheinen.

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