Kurz vor ACHT : Realistisch rechnen

Dieses Mal sind die Schulleiter der Bildungsverwaltung zuvorgekommen. Jedes Jahr Anfang November zählt diese nämlich Schüler und Lehrer der Stadt und stellt fest, dass die Unterrichtsversorgung in Berlin zu hundert Prozent gewährleistet ist. Diese Botschaft ist auch jetzt wieder zu erwarten – doch die Schulleitervereinigung der GEW widerspricht schon im Voraus. Der Senat rechne sich die Lehrerversorgung schön, kritisieren sie. Statt hundert Prozent Abdeckung könne höchstens von neunzig Prozent die Rede sein.

Detailliert listen sie auf, was die Zumessungsrichtlinien des Senats tatsächlich bedeuten: eine Kette von Kürzungen. Zuletzt traf es die Grundschulen, die plötzlich Förderstunden verloren. Natürlich wissen die Schulleiter, dass ihre Forderungen nicht einmal ansatzweise erfüllt werden. Aber es ist gut, dass sie aufzeigen, wo Berlin hinter dem zurückfällt, was eigentlich nötig wäre, um die Schüler angemessen zu fördern. Der letzte Ländervergleich zeigte mal wieder die Folgen. svo/sve

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